Punktwolke

Laserscanverfahren er­zeu­gen große Datenmengen und haben einen hohen Detaillierungsgrad, daher können sie DGM komplett ersetzen. Die großen Punktmengen lassen sich mit der Fach­schale Punktwolke nahtlos in den gesamten VESTRA-Workflow integrieren: von der Be­standsdokumentation über die Verkehrswegeplanung und -konstruktion bis hin zur Abrechnung.

Leistungsmerkmale

  • Datenvolumen: In VESTRA-Projekten können beliebig viele Punktwolken ver­wendet werden, da­bei sind Daten­volumen im Bereich von rund 1 Milliarde Punkt­en möglich.
  • Arbeiten in Echtzeit: Der Zugriff auf die Punktwolken in VESTRA erfolgt in Echtzeit bei geringer Auslastung des Arbeitsspeichers.
  • Lageplan mit innovativer 4-View-Lupe: Durch hinterlegte Thematische Karten und einer speziell für Punktwolken entwickelten 4-View-Lupe lassen sich räumliche Strukturen – z. B. Bäume, Verkehrszeichen und Bordsteinkanten – schnell und präzise erfassen.
  • Längsschnitt- und Querschnittbearbeitung, DGM, 3D-Ansicht

Leistungsmerkmale - Details

Konfliktfreies Datenhandling selbst bei großen Beständen   

  • Durch spezielle Komprimierungsverfahren und eine intelligente Orga­ni­sation ist die Verarbeitung von rund 1 Milliarde Punkten in einer VESTRA-Punktwolke möglich.
  • In einem VESTRA-Projekt können beliebig viele Punktwolken angelegt werden.
  • Die Datenaufbereitung erfolgt in einem zweiten Prozess, so dass parallel zum Anlegen der Punktwolke weitergearbeitet werden kann.

Das große Plus: die enorme Performance 

  • Intelligente Datenhaltung und Organisation ermöglicht das  Arbeiten mit der Punktwolke in Echtzeit in vielen Bereichen. Beispielsweise können Höhen in Echtzeit mit der Maus abgegriffen werden oder Geländelinien lassen sich in Echtzeit anzeigen und modifizieren. 
  • Die Arbeit in Echtzeit erfolgt zudem unter geringer Belastung des Arbeits­speichers. Das wird dadurch ermöglicht, dass Daten dynamisch, je nach Aufgabenstellung, in den Hauptspeicher geladen oder entladen werden.
  • Die Geschwindigkeit der Auswertung ist nahezu unabhängig von dem verwendeten Datenvolumen.

Höhenermittlung in Echtzeit

  • Die Punktwolke ermöglicht die Darstellung diverser Auswertungen in Form von Thematischen Karten (geokodierte Rasterbilder) im Lageplan. Die Höhenbereiche können dabei individuell eingefärbt und den Klassen Farbwerte zugewiesen werden. Zudem können über Farbverläufe die Intensität dargestellt oder vorhandene Farb­werte der Punktwolke visualisiert werden.
  • Die 4-View-Lupe ist auf die Anforderungen bei der Erfassung von punkt- oder linienhaften räumlichen Strukturen im Lageplan zugeschnitten.
  • Mit Unterstützung von bis zu vier Ansichten können Strukturen wie Bäume, Verkehrszeichen oder Bordsteinkanten direkt aus der Punktwolke schnell und präzise digitalisiert werden.
  • Die Darstellung als Thematische Karte lässt räumliche Strukturen bereits im Lageplan erkennen. Die Feinjustierung erfolgt über Geländelinien und Origi­nal­punkte im Längs- und Querprofil sowie in der 3D-Ansicht. Alle Ansichten sind miteinander vollständig synchronisiert und erlauben das Digitalisieren in Echtzeit!
4 Ansichten: Lageplan, 3D-Ansicht,
Längs- und Querschnitt

Vielfache Darstellungsmöglichkeiten entlang der Achse

  • Ein Längsschnitt kann, anstatt über ein DGM, über die Höhenkarte der Punktwolke berechnet werden. Dabei werden Punkte in geringem Abstand ermittelt und über eine Filtertechnik, in der alle richtungsrelevanten Punkte innerhalb eines einstellbaren Korridors erhalten bleiben, reduziert. Die Filtertechnik erzeugt Längsschnitte mit einer Datenmenge, die für eine traditionelle Weiterverarbeitung geeignet ist.
  • Entlang eines Längsschnitts kann eine Auswertung entweder in Form einer gerechneten Geländelinie oder als Darstellung der Originalpunkte in einem frei definierbaren Abstand entlang der Achse erfolgen. Bei der Darstellung der Originalpunkte hat der Anwender die Wahl, die Visualisierung über den Höhenverlauf, die vorhandene Klassifizierung, die Intensitätswerte oder die vorhandenen Farbwerte zu beeinflussen (z. B. zur Darstellung des Verlaufs der Häuser- und Grundstücksfronten).
  • Zwangspunkte können direkt aus der Punktwolke erfasst, bezeichnet, gruppiert und im Aufriss dargestellt und geplottet werden. Die zahlreichen VESTRA-typischen Analysewerkzeuge rund um das Thema Zwangspunkte – z. B. DH auf Gradiente und Deckenbuch – stehen dem Anwender selbstverständlich in gewohnter VESTRA-Umgebung zur Verfügung!

Punktwolke als Horizont im Dynamischen Querprofil

  • Wie bei der Querschnittberechnung über ein DGM können Profile an beliebigen Stationen berechnet werden. Weil aber in Punktwolken keine Bruchkanten vorhanden sind, werden Punkte in kleinen Schrittweiten berechnet und direkt auf richtungsrelevante Punkte gefiltert.
  • Zu jedem Querprofil besteht die Möglichkeit, die Originalpunkte der Punkt­wolke zu visualisieren. Die Darstellung kann über den Höhenbereich, die vorhandene Klassifizierung, den Intensitätswert oder die vorhandenen Farbwerte individuell gestaltet werden.
  • Die Arbeit im Querprofil wird durch die Möglichkeit komplettiert, Zwangs­punkte aus der Punktwolke zu erfassen, darzustellen, zu überprüfen und im Q-Plot auszugeben. Das Thema fügt sich nahtlos in den VESTRA-Arbeitsablauf ein.

DGM-Erstellung mit Gebietsbeschränkung

  • Aus der Punktwolke kann ein DGM aus einem interpolierten, regelmäßigen Raster oder aus den Originalpunkten erstellt werden.
  • Dabei besteht die Möglichkeit, die Fläche über eine grafische Gebiets­auswahl der Eckpunktkoordinaten oder über die Auswahl eines beliebigen Polygons (z. B. Korridor entlang einer geplanten Trasse) einzuschränken. Zudem besteht bei den Originalpunkten die Option, eine Auswahl über die Klassifizierung vorzunehmen.
  • Datenübernahme in das VESTRA DGM und somit Nutzung wertvoller Funktionen wie Dreiecksreduzierung, Höhenlinien, Mengenermittlung und Verschneidungen
Abb. Südtirols höchster Berg, der Ortler, als 3D-Modell in VESTRA. Die Punktwolke liefert das Digitale Höhenmodell, ein Rasterbild sorgt für die fotorealistische Darstellung im VESTRA 3D-Viewer.

Mühelose Visualisierung im 3D-Viewer

  • Aus der Punktwolke kann der Anwender ein 3D-Modell erzeugen, das im VESTRA 3D-Viewer aus beliebigen Blickrichtungen betrachtbar ist. 
  • Das 3D-Modell kann mit einer Thematischen Karte texturiert werden, um die Aussagekraft des Modells nochmals zu erhöhen.
  • Die 3D-Punktwolke lässt sich zusammen mit DGM, Gebäuden, Bäumen und 
  • Verkehrszeichen aus VESTRA darstellen.

Datenimport und sichere Verwaltung der Punktwolkebestände 

  • ASCII-Dateien, die über Punktkoordinaten mit freier Spaltenanordnung verfügen, können eingelesen werden. Ebenso lassen sich ASCII-Dateien verwenden, in denen Koordinaten mit verschiedenen Trennern enthalten sind.
  • Zu den x-, y- und z-Koordinaten können Attribute wie Klassifizierungen, Intensitäten, RGB-Farbe oder weitere Informationen importiert und zur Darstellung verwendet werden. Die Klassifizierung ist beim Einlesen als Filter für die Höhenkarten anwendbar.
  • Verwendung mehrerer Koordinaten-Dateien mit verschiedener Spalten­struktur, wodurch sich Daten unterschiedlicher Herkunft zusammen­führen lassen.

Einfach Text eingeben und "enter" drücken…