Bedarfsflächenverschneidung

Mit Bedarfsflächenverschneidung überlagern Sie die Grunderwerbsplanungsflächen mit den Nutzungsartenteilflächen. Ergebnis sind die verschnittenen Flächen sowie automatisch generierte GE-Fähnchen.

Bei GE-Planungsflächen ohne Erwerbszweck wird für die entstehenden Bedarfsflächen der Erwerbszweck ? eingetragen und gespeichert.

Anmerkung: Die Einstellungen für die Bedarfsflächenverschneidung müssen vor dem Beginn der Verschneidung auf der Registerkarte Grunderwerb > Grunderwerbsmanager > Optionen > Flächenverschneidung festgelegt werden.

Flächenabgleich

Die Flächen der Bedarfsflächen aus der Flächenverschneidung werden vor der Speicherung in die Grunderwerb-Sachdatenbank mit den Grundbuchfläche abgeglichen:

  1. Am Ende der Flächenverschneidung werden je Flurstücke etwaige Restflächen gesucht. Die Größe dieser Restflächen wird aufsummiert.
  2. Die Summe der Flächen der Bedarfsflächen und die etwaige Restfläche werden je Flurstücke addiert.
  3. Diese beiden Werte werden auf ganze Zahlen gerundet und die Differenz daraus ermittelt.

    Tritt eine Flächendifferenz auf und hat das Flurstücke eine Grundbuchfläche größer Null, wird der folgende Abgleich gemacht:

    • Die Bedarfsflächen und die Restfläche werden mit dem D’Hondt-Verfahren mit der Grundbuchfläche abgeglichen. Hierbei entstehen ganze Zahlen. Nachkommastellen werden abgeschnitten.
    • Wenn die Größe einer oder mehrerer Flächen nach diesem Verfahren gleich Null sind, wird das D’Hondt-Verfahren erneut ausgeführt. Die Flächen, die beim ersten Durchlauf als Ergebnis Null hatten, werden ausgelassen. Die Grundbuchfläche wird bei diesem Durchlauf um die Anzahl der Nullflächen verringert. Diese Nullflächen werden auf 1 m² gesetzt. Sollte die Grundbuchfläche für diesen Vorgang nicht ausreichen (nach Abzug der Anzahl Nullflächen ist sie <= 0), wird mit den Werten des ersten Abgleichs weitergearbeitet.

    Am Ende des Vorgangs entspricht die Summe der Erwerbsflächen im Fall eines Ganzerwerbs der Grundbuchfläche. Bei Teilerwerb sind die Flächen auf die Grundbuchfläche abgeglichen.

    Anmerkung: Offene Flurstücke werden bei Abgleich nicht beachtet. Flurstücke ohne Koordinatenfläche werden auch nicht abgeglichen.

Planungsflächen ohne Erwerbszweck

Wenn bei der Bedarfsflächenverschneidung GE-Planungsflächen ohne Erwerbszweck vorhanden sind, werden die entstehenden Bedarfsflächen mit dem Erwerbszweck ? in der Grunderwerb-Sachdatenbank gespeichert.

Ergebnisse der Verschneidung speichern

Bei einer erstmaligen Verschneidung oder einer Wiederholung der Verschneidung wird immer die Variante Erste Grunderwerbsplanung – Erstbestand gewählt.

Wurden schon Grunderwerbsunterlagen mit GE-Planungsnummern an den Auftraggeber abgegeben, kann es erforderlich sein, die Grunderwerbsplanung im Rahmen einer Planungsänderung anzupassen. Dann muss die zweite oder dritte Variante gewählt werden. Die schon festgelegten und abgegebenen GE- Planungsnummern müssen erhalten bleiben.

Abbildung 1. Möglichkeit auswählen

Fehlerliste

Ein Hinweis auf die Einsichtnahme/Weitergabe der Katasterdifferenzliste wird in die Liste GE_PRUEF4.LST aufgenommen:

*F* Bei folgenden Katasternummern überschreitet die Differenz aus Kataster- und Koordinatenfläche die zulässige Fehlergrenze:

*F* Bei allen Flurstücken (Katasternummern), für die keine Katasterfläche erfasst wurde, können in der Flächenverschneidung keine korrekten Fähnchenflächen ermittelt werden.

Der vorgeschaltete Prozess Prüflauf GE_PRFL.EXE wird ohne Dialogfeld ausgeführt, im Wizard wird lediglich ein Fortschrittsbalken angezeigt, bis der Prozess beendet ist.

Wizard

Der Wizard führt durch komplexe Vorgänge mit einer übersichtlichen Struktur.

Alle notwendigen Schritte zur Erreichung des jeweiligen Ziels (Import/Export von Datenformaten, Konstruktionen ...) werden links angezeigt. Die zum jeweiligen Zeitpunkt noch nicht verfügbaren Schritte sind ausgegraut. Sobald die Ausführung der nächsten Schritte möglich ist, kann man diese als Link anklicken.

Während der Bearbeitung im Wizard kann beliebig zwischen den verfügbaren Schritten gewechselt werden, z. B. um Eingaben zu kontrollieren oder korrigieren.

Durch die strukturierte Gestaltung ist zu jedem Zeitpunkt der Bearbeitung ersichtlich, wie viele und welche Arbeitsschritte noch ausstehen.

In einem Wizard sind folgende Symbol-Schaltflächen enthalten:

Zurück wechselt zur vorhergehenden Seite des Wizards.

Weiter wechselt zur nächsten Seite des Wizards.

Fertig bzw. Strg+R startet die Berechnung.

Beenden schließt den Wizard ohne Übernahme der Daten.

Hilfe F1 zeigt die kontextsensitive Hilfe an.

Listenausgabe

Im unteren Teil des Wizards werden Informationen über die Datenübergabe angezeigt.

Zur Beschreibung der Anzeige siehe Liste.