Lotfußpunktkonstruktion

Lotfußpunktkonstruktion erzeugt einen Punkt auf einer Geraden durch zwei bestehende Punkte senkrecht zu einem dritten bestehenden Punkt.

Abbildung 1. Skizze zur Lotfußpunktkonstruktion
  1. Startpunkt der Basislinie
  2. Endpunkt der Basislinie
  3. Basislinie
  4. Lotfußpunkt
  5. Strecke (Abszisse)
  6. Abstand (Ordinate)
  7. Neuer Punkt
Abbildung 2. Lotfußpunktkonstruktion
  1. Legt die Konstruktionsart fest
  2. Aktiviert die Konstruktion mit dem grafischen Abgreifen der Basislinie
  3. Fachbedeutung des neuen Punkts
  4. Aktiviert die Höhenzuweisung
  5. Koordinaten des neuen Punkts
  6. Koordinaten im lokalen Koordinatensystem (Abstand zum Startpunkt auf der Basislinie und Abstand zur Basislinie)
  7. Richtungswinkel zwischen den beiden Basispunkten in Gon

Werkzeugleiste

Abgreifen starten schaltet die Definition frei und ermöglicht das Selektieren eines neuen Anfangspunkts und Endpunkts in der Grafik.

Anmerkung: Die Punkte werden automatisch gespeichert.

Einstellungen

FB legt die Fachbedeutung des neuen Punkts fest (Ebenenbelegung und fachliche Darstellung).

Anmerkung: Erst beim Speichern wird das Symbol angezeigt.

Höhenermittlung

Weist dem Neupunkt eine Höhe zu.

Die entsprechenden Felder werden aktiviert.

Höhenbezug legt die Art der Höhenermittlung fest:

  • Manuell ermöglicht die direkte Eingabe der gewünschten geodätischen Höhe.
  • Anfangspunkt übernimmt die Höhe des ersten Punkts der Basislinie.
  • Endpunkt übernimmt die Höhe des zweiten Punkts der Basislinie.
  • DGM übernimmt die Höhe aus dem aktuell aktiven DGM an diesem Punkt.
  • Punktwolke übernimmt die Höhe aus der aktuell aktiven Punktwolke an diesem Punkt.
  • Interpolation ermittelt zuerst die Höhe des Punkts auf der Geraden durch die beiden Basispunkte. Davon wird horizontal weitergegangen.
  • Neigung ermittelt zuerst die Höhe des Punkts auf der Geraden durch die beiden Basispunkte. Von dort wird mit der vorgegebenen Neigung weitergegangen. Dabei wird durch einen größeren Betrag von N die Neigung flacher.

Höhe legt die gewünschte geodätische Höhe durch direkte Eingabe fest.

Anmerkung: Bei den anderen Verfahren wird die resultierende Höhe in der Gruppe Ergebnisse angezeigt.

Versatz ermöglicht optional eine zusätzliche direkte Höhenänderung.

Neigung legt die gewünschte Neigung vom Endpunkt der Basislinie zum neuen Punkt fest. Die Art der Neigungseingabe kann gewählt werden.

N = 0 entspricht der Horizontalen. Ein positiver Wert erhöht, ein negativer Wert reduziert die geodätische Höhe des neuen Punkts.

Anmerkung: Die manuell eingegebene Höhe kann dadurch nicht verändert werden.

Folgende Maßangaben sind möglich:

  • Winkel in ° definiert die Neigung als Vertikalwinkel in Grad. Ein rechter Winkel besitzt 90°.
  • Winkel in Gon definiert die Neigung als Vertikalwinkel in Gon. Ein rechter Winkel besitzt 100 gon.
  • Neigung in % definiert die Neigung in Prozent. 100 % entsprechen 50 gon.
  • Neigung 1:n definiert die Neigung als Verhältnis zu 1.

Ergebnisse

Zeigt die Daten des neuen Punkts an.

X-Koordinate zeigt den horizontalen Wert an (Easting, Rechtswert).

Y-Koordinate zeigt den vertikalen Wert an (Northing, Hochwert).

Z-Koordinate zeigt die geodätische Höhe an.

Abszisse zeigt die X-Koordinate im lokalen Koordinatensystem an (Abstand zum Startpunkt auf der Basislinie).

Mit der Richtung der Abszisse wird das Vorzeichen der Ordinate festgelegt:

Liegt der dritte Punkt, von dem aus das Lot gefällt wird, links von der Abszisse, wird die Ordinate negativ.

Liegt der dritte Punkt, von dem aus das Lot gefällt wird, rechts von der Abszisse, wird die Ordinate positiv.

Ordinate zeigt die Y-Koordinate im lokalen Koordinatensystem an (Abstand zur Basislinie).

Basislinie (gon) zeigt die Richtung der Basislinie an. Die 0-Richtung ist Nord.