Gradiente als Linie speichern

Mit Gradiente als Linie speichern importieren Sie die Hauptgradiente einer Achse als Polygon in die Lageplangrafik.

Die Funktion importiert über die Auswahl einer Achse und die Einstellung einiger Parameter entsprechende Höheninformationen als Linie oder Einzelpunkte, damit Gradienten im CAD-System angezeigt werden können.

Die Anzeige der Gradienten in der Lageplangrafik kann durch die Auswahl signifikanter Punkte gesteuert und als Linie oder Einzelpunkte erfolgen.

Ein VESTRA-Fachobjekt wird nicht gespeichert und verwaltet, sondern nur einfache Linien bzw. Punkte.

Abbildung 1. Dialogfeld "Gradiente als Linie speichern"

Sobald in der Achsauswahl eine vorhandene Achsnummer eingetragen oder ausgewählt wurde (alternativ die Schaltfläche Achse in Grafik selektieren verwenden), werden die konstruierten Hauptgradienten (links und rechts) mit Kurzname und Beschreibung angezeigt. Außerdem ist die Eingrenzung der Stationen möglich. Jeder Gradiente kann eine eigene Fachbedeutung (Ebenenbelegung und fachliche Darstellung) über das entsprechende Steuerelement zugewiesen werden.

Wenn die Gradiente über die Achse hinausragt, wird die Achse in Achsrichtung verlängert (nach vorne und hinten). Damit entstehen die äußersten Punkte der Linie.

Abbildung 2. Verlängerung des Polygons in Achsrichtung auf Gradientenlänge
  1. Gradiente mit Achsbereich -10 bis 120
  2. Achse mit Achsbereich 0 bis 100
  3. Endpunkte der Achse
  4. Verlängerung in Achsrichtung
  5. Neue Endpunkte der Linie mit Koordinaten
Anmerkung:

Nur Hauptgradienten können importiert werden, weil nur von diesen die Lage zur Achse bekannt ist.

Gradienten, die für das Deckenbuch oder im Querprofil verwendet werden, müssen über den Deckenbuch- oder Kunstkörper-Import als Linie in den Lageplan übertragen werden.

Umfang

Im unteren Bereich des Dialogfelds lässt sich festlegen, welche Punktarten beim Import der Höheninformationen berücksichtigt werden sollen:

  • Stationsintervall der Gradientenpunkte
  • TS-Punkte (als Einzelpunkte oder mit Option TS-Punkte einbinden)
  • Ausrundungsanfang
  • Ausrundungsende
  • Hochpunkte
  • Tiefpunkte
  • Querprofilstationen
  • Achshauptpunkte
Abbildung 3. Verschiedene Punktarten
  1. Ausrundungsanfang
  2. Querprofilstation
  3. TS-Punkt
  4. Ausrundungsende

Zur Auswahl der Punktarten und Fachbedeutungen können die Optionen alle und keine verwendet werden. Die vorgenommenen Einstellungen werden beim Verlassen des Dialogfelds projektbezogen gespeichert und beim nächsten Anzeigen wieder geladen. Die Einstellungen können mithilfe der Schaltfläche Standardeinstellungen laden auf die Ausgangswerte zurückgesetzt werden.

ACHTUNG: Dies betrifft auch die Fachbedeutungen!

Ausgabe als

Legt die Speicherart der Punkte fest.

  • Polygon bindet alle ausgewählten Punkte in eine Linie ein, auch Punkte, die in Ausrundungsradien liegen.

    Diese Funktion eignet sich für Gradienten ohne Ausrundungen, z. B. Gehweghinterkanten.

    Anmerkung: TS-Punkte können mit der Option TS-Punkte einbinden separat behandelt werden.
  • TS-Punkte einbinden verwendet für die TS-Punkte als Linienstützpunkte deren ursprüngliche geodätische Höhe statt der Gradientenhöhe.

    Anmerkung: Damit entsteht eine Linie, die nicht mehr überall den Höhenverlauf der Gradiente besitzt, da typischerweise TS-Punkte nur dann auf der Gradiente liegen, wenn sie keine Ausrundung haben.
  • Einzelpunkte speichert die Punkte nicht als Polygon.

    Wenn die Gradiente einen Abstand zur Achse hat, wird dieser mitberücksichtigt und ausgegeben, auch bei unmittelbar auf der Achse liegenden Punkten, z. B. Achshauptpunkte!

Anmerkung: Fallen ein "normaler" Gradientenpunkt (Intervall) und ein "spezieller" Punkt (alles außer dem normalen Intervallpunkt) zusammen, wird dieser Gradientenpunkt vernachlässigt.
ACHTUNG: Importierte Gradienten und deren Punkte werden nicht automatisch gelöscht.
Anmerkung: Importierte Gradienten und deren Punkte werden beim wiederholten Import zuerst gelöscht.