Zwangspunkte

Mit Zwangspunkte definieren Sie Punkte, nach denen sich der Verlauf einer Trasse ausrichten muss.

Die Projektierung einer Straße, eines Gleiskörpers oder Kanalnetzes beginnt immer mit der Feststellung der vorliegenden Zwänge. Dabei wird untersucht, in welchen Bereichen sich die Maßnahme dem Bestand anpassen muss, z. B. weil bestimmte Abstände zu bestehenden Objekten (Gebäude, Versorgungseinrichtungen, topografische Besonderheiten) einzuhalten sind.

Damit diese Objekte bei der Planung berücksichtigt werden können, sollten ihre Punkte als Zwangspunkte in der Projektdatenbank/Projektzeichnung gespeichert werden.

Um die Problematiken der Zwangspunkte auf lange Sicht in VESTRA zu lösen, wurde das Zwangspunktformat entwickelt.

Arten von Zwangspunkten

Drei Arten von Zwangspunkten werden unterschieden:

  • Gelöst von der Achse, da sie im Bestand fixiert sind.

    Zwangspunkte, die sich aus den Vermessungsdaten ergeben (z. B. Bäume, Schachtdeckel oder Grundstückszufahrten).

    Rechtswert und Hochwert können geändert werden, Station und Abstand werden berechnet

  • An die Achse gebunden, da sie in die Planung integriert sind und somit Änderungen der Achsgestaltung übernehmen.

    Zwangspunkte, die sich aus der Planung selbst ergeben (z. B. Achsschnitte und Überführungen).

    Station und Abstand können geändert werden, Rechtswert und Hochwert werden berechnet.

  • Als Referenz auf einen anderen Zwangspunkt

    Wenn der Ursprungspunkt auf einer anderen Achse liegt, werden bei referenzierten Zwangspunkten Station und Abstand automatisch auf die eigene Achse umgerechnet.

    nur der eigene Sperrzustand kann geändert werden).

Abbildung 1. Ursprung und Verwendung von Zwangspunkten

Grundsätze

Folgende Randbedingungen der Zwangspunkte sind festgelegt:

  • Alle Punkte sind in Gruppen enthalten.
  • Jede Gruppe gehört genau zu einer Achse.
  • Jede Gruppe besitzt
    • eine Bezeichnung
    • einen Sperrzustand
    • ein Feld zum Speichern der Altdatenbestand-Datei (z. B. VX86_XXX.D34)

Sämtliche Zwangspunktgruppen eines Projekts werden als *.VCP-Datei (VESTRA Constraint Points) im Projektordner gespeichert.

An einigen Stellen wird der Import des Altdatenbestands automatisch angestoßen. Die Zwangspunkte werden dann automatisch in das neue Format konvertiert und in eine neue Gruppe, welche die Bezeichnung der Datei erhält, eingefügt.

Abbildung 2. Dialogfeld „Zwangspunktmanager”
  1. Werkzeugleiste
  2. Vorhandene Gruppen
  3. Punkte der aktuellen Gruppe