Parameter

Mit Parameter legen Sie die Einflussgrößen für die Berechnung von Kreuzungen ohne Überführungsbauwerke fest.

Abbildung 1. Dialogfeld „Plangleiche Knoten - Parameter”

Standard stellt in allen Eingabefeldern die Ausgangswerte wieder her.

Export speichert die eingestellten Parameter als *.kpa-Datei zur Verwendung als Vorlage für die Berechnung anderer Knotenpunkte. Voreingestellter Speicherort ist der [Aktueller Projektordner].

Import übernimmt die Einstellungen aus einer *.kpa-Datei zur Berechnung des Knotenpunkts.

Für die häufigsten Grundkombinationen der RAL werden acht Vorlagen mitgeliefert.

In den Vorlagen sind nur die Einstellungen des Dialogfelds Parameter voreingestellt (nach den Typenkombinationen). Die Grundelemente des Knotens müssen zuvor im Achsmanager eingestellt werden. Die Einstellungen können auch den Typen der RAL entnommen werden.

Mitgelieferte Vorlagedateien werden im Katalogverzeichnis angeboten.

Das Dateiauswahldialogfeld öffnet das im Projektmanager eingestellte Katalogverzeichis.

Folgende Vorlagen (*.kpa) stehen zur Verfügung:

Übergeordnete Straße Untergeordnete Straße zugehörige Knotenpunktelemente Anzahl Fahrstreifen
EKL 2 EKL 2 oder EKL 3

Linksabbiegetyp

Rechtsabbiegetyp 1

Zufahrttyp 1

2-streifige Fahrbahn

EKL 2 EKL 2 oder EKL 3

Linksabbiegetyp 1

Rechtsabbiegetyp 1

Zufahrttyp 1

3-streifige Fahrbahn
EKL 3 EKL 3

Linksabbiegetyp 1

Rechtsabbiegetyp 3

Zufahrttyp 3

EKL 3 EKL 3 oder EKL 4

Linksabbiegetyp 1

Rechtsabbiegetyp 2

Zufahrttyp 1

2-streifige Fahrbahn
EKL 3 EKL 3 oder EKL 4

Linksabbiegetyp 1

Rechtsabbiegetyp 2

Zufahrttyp 2

EKL 3 EKL 4

Linksabbiegetyp 2

Rechtsabbiegetyp 4

Zufahrttyp 4

EKL 3 EKL 4

Linksabbiegetyp 2

Rechtsabbiegetyp 5

Zufahrttyp 5

EKL 3 EKL 4

Linksabbiegetyp 3

Rechtsabbiegetyp 6

Zufahrttyp 6

Dabei bedeuten

EKL…Entwurfsklassen der beteiligten Straßen (siehe RAL Tabelle 9)

LA…Linksabbiegetyp (siehe RAL Tabelle 27)

RA…Rechtsabbiegetyp (siehe RAL Tabelle 29)

KE…zugehöriger Zufahrttyp (siehe RAL Tabellen 30 und 31)

Die Vorlagen befinden sich im Ordner [Installation]\X\SYSTEM\AKG Standard.

Je nachdem, welches Element im Achsmanager aktuell markiert ist (z. B. kleiner Tropfen), werden die passenden Optionen automatisch freigeschaltet.

Je nach Knotengeometrie werden einzelne Parameter gesperrt, da sie sich aus der Konstruktion ergeben und daher nicht vorgegeben werden dürfen oder nicht erforderlich sind.

Beispiel: Rechtsabbieger in Kombination mit Dreiecksinsel. Der Radius der Eckausrundung wird über drei Punkte berechnet (Siehe Abbildung “Lage der Zwangspunkte” unten).

Hilfe öffnet diese kontextsensitive Online-Hilfe. Die Funktionstaste F1 für die kontextsensitive Online-Hilfe kann nicht angeschlossen werden.

Schließen beendet die Parameterbearbeitung.

Eine Sicherheitsabfrage wird angezeigt:

Ja…Die Änderungen werden übernommen.

Nein…Die Änderungen werden nicht übernommen. Auch die Konvertierung des Knotens im Altdatenbestand (bis Build 47) wird rückgängig gemacht.

Knoten aus Altbestand konvertieren

Bei Knoten im Altdatenbestand (bis Build 47) wird eine Konvertierung ins RAL-2012-Format angeboten. Diese muss durchgeführt werden, um die erweiterten Parametereinstellungen nutzen zu können.

Ja…Neue Parametereinstellungen werden angezeigt. Die RAL-Berechnung wird angewendet. Der Knoten kann angepasst werden.

VORSICHT:

Eine Rückkehr zur alten Berechnung ist nach dem Schließen des Dialogfelds und der Bestätigung der Sicherheitsabfrage mit OK nicht mehr möglich.

Eine Bearbeitung des konvertierten Knotens in früheren Programmversionen ist danach nicht mehr möglich.

Nein…Das Dialogfeld wird nicht angezeigt. Die Geometrie bleibt wie bisher erhalten. Die RAL-Berechnung kann nicht angewendet werden.

Abbieger

Legt die Einflussgrößen für den Abbiegestreifen aus der Hauptachse fest.

Abbildung 2. Abbiegebogen

Korbbogen legt die Eckausrundung als dreiteilige Kreisbogenfolge fest.

  • Radius RE legt den einleitenden Radius REE fest.
  • Radius RH legt den Hauptbogenradius RHH fest.
  • Radius RA legt den ausleitenden Radius RAA fest.

Die dreiteilige Kreisbogenfolge soll dem Radienverhältnis RE : RH : RA = 2 : 1 : 3 entsprechen.

Abbildung 3. Skizze Korbbogen

Kreisbogen legt den Radius für die Randachse des Rechtsabbiegestreifens fest, wenn dieser nicht als dreigeteilter Korbbogen ausgeführt wird.

Bei der Anordnung einer Dreiecksinsel als Konstruktion mit Vorgabe der Kantenlänge wird der Kreisbogen über drei Zwangspunkte (Radius Anfang, beim Mittelpunkt der Ausrundung des hinteren Inselkopfs der Dreiecksinsel, Radius Ende) bestimmt.

Abbildung 4. Lage der Zwangspunkte

Fahrstreifenbreite legt die Breite des Fahrstreifens für den Rechtsabbieger am Ausrundungsanfang des hinteren Tropfenkopfs fest.

Abbildung 5. Fahrstreifenbreite am Ende der Sperrfläche

Bei der Berechnung einer Dreiecksinsel mit Rechtsabbieger wird die Fahrstreifenbreite Sperrfläche gemäß RAL immer mit einem festen Wert von 5,50 m gerechnet.

Der Parameter wird nur noch berücksichtigt, wenn keine Dreiecksinsel eingestellt ist.

Fahrstreifenbreite Dreiecksinsel legt die Breite des Fahrstreifens (bis zur Sperrfläche) für den Rechtsabbieger im Bereich der dreieckigen Verkehrsinsel fest.

Abbildung 6. Fahrstreifenbreite an der Dreiecksinsel

Geometrie legt die Gestaltung der Ausfahrt fest:

  • Abbiegestreifen erzeugt eine Ausfahrtöffnung mit Verzögerungsstrecke.

    Die Position der Haltelinie variiert je nach gewählter Geometrie, z. B. mit oder ohne Geh- und Radweg. Die Ausfädelungsstrecke wird immer bis zum Punkt wie in der RAL, Anhang 6, Bild 57, Schritt 14 und 15 beschrieben (bei der Spitze der Dreieckssperrfläche) gerechnet. Sie kann um die Strecke zwischen Spitze der Dreieckssperrfläche und Haltelinie reduziert werden.

    Abbildung 7. Abbiegestreifen

    Fahrstreifenbreite legt die Breite des Einbiegers im Parallelbereich fest. Der Wert wird vom Fahrbahnrand der durchgehenden Fahrbahn gemessen.

    Abbildung 8. Fahrstreifenbreite Abbieger

    Verziehungsstrecke Lz (lZ) legt die Länge der Strecke für die Fahrbahnaufweitung fest.

    Ausfädelungsstrecke legt die Länge der Strecke zwischen Ende Verziehungsstrecke und Anfang Bogen fest. Die Ausfädelungsstrecke setzt sich aus der Verzögerungsstrecke Lv (Länge der Strecke zum Anhalten der Fahrzeuge lV) und der eventuell zu berücksichtigenden Aufstellstrecke La (Länge der Strecke zum Aufstellen der stehenden Fahrzeuge im Rückstau lA) zusammen.

    Ausfahrtkeil ohne Insel

    Nach RAL gibt es ohne Insel keinen Ausfahrtkeil.

    Für diese nicht RAL-konforme Konstruktion muss die Fahrstreifenbreite auf 0 gestellt werden.

    Abbildung 9. Geometrie Vorgabe (oben) und mit Fahrstreifenbreite 0
  • Ausfahrtkeil erzeugt eine Ausfahrtöffnung ohne Verzögerungsstrecke.
    Anmerkung:
    Der Winkel ergibt sich automatisch.

    Bei wenigen rechtsabbiegenden Fahrzeugen und niedriger Fahrgeschwindigkeiten. Zur besseren Trennung der Verkehrsströme wird eine Dreiecksinsel am Ende des Ausfahrtkeils angeordnet.

    Länge L legt die Länge der Ausfahrtöffnung auf dem Fahrbahnrand der durchgehenden Fahrbahn fest.

    • Dreiecksinsel

      L legt den Abstand zwischen dem Beginn des Ausfahrtkeils und der Spitze der Dreiecksinsel fest.

      Abbildung 10. Länge der Ausfahrtöffnung bei Anordnung einer Dreiecksinsel
    • Tropfen ohne Dreiecksinsel

      L legt den Abstand zwischen dem Beginn des Ausfahrtkeils und der Achse der untergeordneten Straße fest.

      Abbildung 11. Länge der Ausfahrtöffnung bei Anordnung eines Tropfens ohne Dreiecksinsel

      Ausfahrtkeil ohne Dreiecksinsel ist nicht in Verbindung mit Korbbogen (Achsmanager > Knoten > Korbbogen Abbieger) möglich.

      Anmerkung:
      Bei Ausfahrten im Kurvenbereich wird die Bogenlänge verwendet.

Linksabbiegestreifen

Die Länge des Linksabbiegestreifens setzt sich aus 3 Komponenten zusammen:

Abbildung 12. Linksabbiegestreifen

Verziehungsstrecke Lz (lZ) legt die Länge der Strecke für die Fahrbahnaufweitung fest.

Die Verziehungslänge kann für anbaufreie Hauptverkehrsstraßen wahlweise auch nach der Formel aus der RASt berechnet werden:

Abbildung 13. Formel

mit

Lz…Verziehungslänge in [m]

vzul…zulässige Höchstgeschwindigkeit in [km/h] (früher Entwurfsgeschwindigkeit)

i…Verbreiterungsmaß in [m], bei einseitiger Ausweitung: i = b (Fahrbahnbreite), bei Aufweitung nach beiden Seiten: i = b/2

Lz soll bei Erschließungsstraßen und angebauten Hauptverkehrsstraßen 20 m betragen.

Verzögerungsstrecke Lv (lV) legt die Länge der Strecke zum Anhalten der Fahrzeuge fest.

Aufstellstrecke La (lA) legt die Länge der Strecke zum Aufstellen der stehenden Fahrzeuge fest.

Liegen die Anbindestationen der Korrespondenzelemente im Übergangsbereich von Klothoiden, können keine eindeutigen Parameter abgegriffen werden.

Haltelinie Abstand Tropfen legt die Strecke auf der Achse zwischen Haltelinie des Linksabbiegers und der Einbiegeseite des Tropfens fest.

Die Haltelinie legt die Position für alle Längen LA, LV, LZ und die Länge der Rückverziehung bei Einmündungen fest.

Der Abstand geht von der rechten Tropfenbreite BE (Einbiegeseite) aus. Die Achse der Haltelinie entsteht immer bei aktiviertem Linksabbieger (bei Einmündung eine, bei Kreuzungen zwei).

Anmerkung:
Die Haltelinie ist an den Tropfen gekoppelt. Die Haltelinie kann nur berechnet werden, wenn ein Tropfen (groß oder klein) vorhanden ist. Früher war die Haltelinie an die Fahrlinie (Einbieger und Abbieger) gekoppelt.

Der Beginn der Rückverziehung Lz bei Einmündungen gegen den Linksabbiegestreifen wird an den Aufweitungstyp angepasst: einseitige Aufweitung 40,000 m, beidseitige Aufweitung 30,000 m.

Bei Kreuzungen ist die Rückverziehung nicht maßgebend, weil auf beiden Seiten Linksabbiegestreifen vorhanden sind.

VORSICHT:

Bei der Festlegung der Haltelinien sind gegebenenfalls erforderliche Querungsstellen für Radfahrer und Fußgänger und die Standorte von Signalgebern zu beachten.

Je nach Knotengeometrie muss der Abstand angepasst werden, wenn die Schleppkurvenprüfung für einbiegende oder abbiegende Fahrzeuge dies erfordert.

Abbildung 14. Abstand der Haltelinie zum Tropfen

Die Art der Aufweitung (einseitig oder zweiseitig) wird aus dem Achsmanager übernommen.

Berechnung bei gekröpften Achsen

Ist kein Tropfen, aber ein Linksabbiegestreifen eingestellt, wird die Haltelinie vom Schnitt der übergeordneten Achse mit der untergeordneten Achse gemessen: Breite Einbieger (2. Komplexelement Sperrfläche) + Abstand Haltelinie Tropfen (Plangleiche Knoten - Parameter). Von dieser Haltelinie werden dann Lz, Lv und La gemäß Einstellung abgetragen.

Abbildung 15. Berechnung bei gekröpften Achsen

Hier muss die Lage der Haltelinie über die Schleppkurve korrigiert werden.

Anmerkung:
Weitere Informationen zur Definition einer Einmündung stehen unter [Installation]\CAD_PROG\<eingestellte Sprache>\VestraBestPractices.pdf > Einmündungsbereich bereit.

Einbieger

Legt die Einflussgrößen für den Abbiegestreifen aus der Hauptachse fest.

Abbildung 16. Einbiegerbogen

Korbbogen legt die Eckausrundung als dreiteilige Kreisbogenfolge fest.

  • Radius RE legt den einleitenden Radius REE fest.
  • Radius RH legt den Hauptbogenradius RHH fest.
  • Radius RA legt den ausleitenden Radius RAA fest.

Die dreiteilige Kreisbogenfolge soll dem Radienverhältnis REE : RHH : RAA = 2 : 1 : 3 entsprechen.

Abbildung 17. Skizze Korbbogen

Kreisbogen legt den Radius für die Randachse des Linkseinbiegestreifens fest, wenn dieser nicht als dreigeteilter Korbbogen ausgeführt wird.

Fahrstreifenbreite legt die Breite der Fahrbahn für den Rechtsabbieger am Ende der Sperrfläche fest.

R = 4,50 m bei einstreifigem Aufstellbereich bzw. erforderliche Fahrbahnbreite am hinteren Tropfenkopf bei zweistreifigem Aufstellbereich (Summe der Fahrstreifenbreiten zzgl. der Randstreifenbreiten von 0,50 m am Fahrbahnrand und mindestens 0,25 m am Tropfen).

Abbildung 18. Fahrstreifenbreite am Ende der Sperrfläche

Einbiegestreifen legt die Konstruktion eines eigenen Einfädelungsstreifens fest.

Bei großer Steigung oder hohem Schwerverkehrsanteil der übergeordneten Achse kann ein Einfädelungsstreifen angeordnet werden.

  • Fahrstreifenbreite legt die Breite des Einbiegers fest.
  • Verziehungsstrecke Lz (lZ) legt die Länge der Strecke für die Fahrbahnaufweitung fest.
  • Einfädelungsstrecke Le (lE) legt die Länge der Strecke für die Verflechtung des Verkehrs fest. Sie wird vom Ausrundungsende des Einbiegers bis zum Verziehungsanfang gemessen.
Abbildung 19. Einbiegestreifen

Großer Tropfen

Je nach Zufahrttyp wird als Fahrbahnteiler ein großer Tropfen angeordnet.

Abstand A legt die Strecke zwischen Sperrflächenspitze und Fahrbahnrand bzw. Rand des Fahrstreifens der übergeordneten Achse fest. Die Begrenzung an der übergeordneten Achse wird in der Definition der Einmündung > Regelspurbreiten > Übergeordnete Achse festgelegt.

Abbildung 20. Abstände A

Radien und Ausrundungen legt die Form des Tropfens fest.

  • Linkseinbieger RE legt die Ausrundung der Einbiegeseite an der vorderen Tropfenspitze fest.
  • Inselkopf RI legt die Ausrundung an der vorderen Spitze des Tropfens fest.
  • Linksabbieger RA legt die Ausrundung auf der Seite des Abbiegers an der vorderen Spitze des Tropfens fest.
  • Inselende RT legt die Ausrundung an der hinteren Spitze des Tropfens fest.

Kreuzungswinkel α kleiner 80 gon oder größer 120 gon

Die Achsen der zu verknüpfenden Straßen sollen sich möglichst im rechten Winkel, mindestens jedoch unter einem Winkelbereich zwischen 80 gon und 120 gon schneiden. Anderenfalls soll die Achse der untergeordneten Straße abgekröpft werden. Eine Kreuzung kann dabei in zwei benachbarte Einmündungen aufgelöst werden (Versatz).

Ein Rechtsversatz ist verkehrlich günstiger. Daher sollte dieser nach Möglichkeit statt einer Kreuzung ausgebildet werden.

Die Parameter werden nur freigeschaltet, wenn die untergeordnete Achse mit der übergeordneten Achse einen Schnittwinkel außerhalb von 80 bis 120 gon bildet. Die untergeordnete Knotenachse darf nicht als abgekröpfte Achse vorliegen.

Die Prüfung auf abgekröpfte Achse (Kreisbogen im Knotenbereich vorhanden) erfolgt am Fahrbahnrand.

  • Mit Rechtsversatz verschiebt die Einmündungen gegeneinander auf der Hauptachse.

    Abstand A legt die Strecke fest, um die die beiden Einmündungen auf der Hauptachse verschoben werden. Der Radius des Bogens ist durch den Winkel festgelegt, mit dem die untergeordnete Achse auf die Hauptachse trifft.

  • Ohne Rechtsversatz erzeugt eine Kreuzung mit gegenüberliegenden Einmündungen.

    Abstand A legt den Abstand des Anfangs- und Endpunkts der Achsenanpassung vom Fahrbahnrand der übergeordneten Straße fest.

    Die Abkröpfung wird als doppelte Wendelinie mit tangentialen Anschlüssen ausgebildet.

    Abbildung 21. Abstand Abkröpfung A

    Zwischengerade am Schnittpunkt legt die Länge der Gerade im Kreuzungsbereich zwischen den Bögen der Abkröpfung fest.

Kleiner Tropfen

Hilfsachse für 6-gon-Konstruktion dreht bei einem Kreuzungswinkel α zwischen 80 und 120 gon die Tropfenachse um 6 gon nach rechts gegen die Achse der untergeordneten Knotenpunktzufahrt. Der Drehpunkt liegt 10 m vom Fahrbahnrand der übergeordneten Straße entfernt.

Abbildung 22. 6-gon-Drehung

Abstände legt die Längen des Tropfens fest.

Abbildung 23. Abstände A
  • A 1 legt die Strecke zwischen Tropfenspitze und Sperrflächenspitze fest.
  • A 2 legt die Strecke zwischen Sperrflächenspitze und Fahrbahnrand bzw. Rand des Fahrstreifens der übergeordneten Achse fest. Die Begrenzung an der übergeordneten Achse wird in der Definition der Einmündung > Regelspurbreiten > Übergeordnete Achse festgelegt.

Radien und Ausrundungen legt die Form des Tropfens fest.

  • Linkseinbieger RE legt die Ausrundung der Einbiegeseite an der vorderen Tropfenspitze fest.
  • Inselkopf RI legt die Ausrundung an der vorderen Spitze des Tropfens fest.
  • Linksabbieger RA legt die Ausrundung auf der Seite des Abbiegers an der vorderen Spitze des Tropfens fest.
  • Inselende RT legt die Ausrundung an der hinteren Spitze des Tropfens fest.
Anmerkung:
Der Wert Großer Tropfen > Abstand A kann bei einem kleinen Tropfen mit Kreuzungswinkel α < 80 gon aus technischen Gründen nicht gesperrt werden. Der Abstand wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Untergeordnete Achse

Verziehungsstrecke legt die Strecke fest, in der eine Aufweitung durchgeführt wird.

  • Rechtsabbieger
    • Mit Tropfen

      Die Verziehung beginnt am Ende der Bordsteinlinie (Tropfenende). Über die Verziehungslänge wird ein Übergangsradius (-folge) eingerechnet.

    • Ohne Tropfen

      Die Verziehung beginnt am Ende der Eckausrundung (Hauptbogen oder Korbbogenfolge).

  • Einbieger
    • Mit Tropfen

      Die Verziehung beginnt am Ende der Sperrflächenachse. Im Bereich der Sperrfläche wird der Einbieger parallel mit der Breite (Parameter Sperrfläche) gerechnet. Über die Verziehungslänge wird dann der Übergangsradius eingerechnet.

    • Ohne Tropfen

      Immer da, wo die Eckausrundung (Hauptbogen oder Korbbogenfolge) endet. Von der Sperrflächenbreite verzieht es sich auf die eingestellte Spurbreite der untergeordneten Achse.

    Bei gekröpften Achsen wird die Länge auf der untergeordneten Achse über Stationswerte abgetragen.

    Damit die Verziehungen auf beiden Seiten (Einbieger und Abbieger) an gleicher Stelle enden, wird die kürzere Verziehung bis zur Länge der längeren Verziehung verlängert (Spurbreite wird beibehalten).

Abbildung 24. Verziehungsstrecke

Ausgabe der Fahrlinien

Stellt die Fahrlinien als eigenständige Achsen dar.

Die Fahrlinie wird als Kreisbogen konstruiert.

  • keine zeichnet keine Fahrlinien ein.
  • Ausgabe Fahrlinie Einbieger zeichnet nur den Fahrbahnrand des Einbiegers ein.

    Der Radius wird unter Knoten > Tropfen Sperrfläche > 2. Komplexelement > Einbieger > Radius eingestellt.

    Abbildung 25. Radius einstellen
  • Ausgabe Fahrlinie Abbieger zeichnet nur den Fahrbahnrand des Abbiegers ein.

    Der Radius wird unter Knoten > Tropfen Sperrfläche > 2. Komplexelement > Übergeordnete Achse und Abbieger A > Radius eingestellt.

  • Ausgabe Fahrlinie Ein- und Abbieger zeichnet beide Fahrbahnränder ein.

Dreiecksinsel

Legt Parameter von Bordsteinlinie und Sperrfläche fest.

Radien legt die Ausrundungen an den Ecken fest.

  • R1 legt den Ausrundungsradius am Inselende auf der Einbiegeseite fest.
  • R2 legt den Ausrundungsradius am Inselanfang auf der Einbiegeseite fest.
  • R3 legt den Ausrundungsradius am Inselanfang an der übergeordneten Straße fest.
  • R4 legt den Ausrundungsradius am Sperrflächenanfang an der übergeordneten Straße fest.

Abstände legt die Lage der Insel fest.

  • A1 legt den Abstand der Insel vom Tropfenrand für den Linksabbieger fest.
  • A2 legt den Abstand der Insel vom Rand der übergeordneten Straße fest.
  • Kantenlänge A3 legt die Länge der Dreiecksinsel auf der Seite des Linksabbiegers bis zur Ausrundung an der hinteren Dreiecksspitze fest.
    Abbildung 26. Kantenlänge A3