Profilbreite
Mit Profilbreite legen Sie die Geometrie der Profile fest.
Diese Seite unterteilt sich im Falle der Berechnungsart Zwei Randachsen (Einmündung) in zwei Bereiche. Der obere Bereich bezieht sich auf die 1. Randachse, der untere Bereich auf die 2. Randachse.
Definition der Knickpunkte
Die Querprofile stehen senkrecht auf den Achsen. Verlaufen die Randachsen nicht parallel zur Hauptachse (z. B. im Bereich der Einmündung), muss ein Knick ins Querprofil eingefügt werden. Zur Auswahl stehen folgende Optionen:
- Knick auf Randachse
Der Knick des Querprofils erfolgt direkt auf der Randachse. Die Profile werden von der Hauptachse senkrecht gelotet und schneiden die Randachse. Von diesem Punkt auf der Randachse werden die Profile ggf. noch nach außen verlängert (falls eingegeben).
Abbildung 1. Darstellung Knick auf Randachse
- Knick im Abstand
Hier berechnet sich der Knick je nach Einstellung der Abstände unterschiedlich.
Ist einer der Abstände 0, wird eine Folge von Knickpunkten berechnet, die eine Parallele zur Achse bildet.
- Eine parallele Knickfolge zur Randachse wird gebildet, wenn der Abstand zur Hauptachse 0 und der Abstand zur Randachse ungleich 0 ist.
- Eine parallele Knickfolge zur Hauptachse wird gebildet, sobald der Abstand zur Hauptachse ungleich 0 und der Abstand zur Randachse gleich 0 ist.
Sind beide Abstandswerte ungleich 0, wird versucht, eine Folge von Knickpunkten zu erstellen, die ein Verhältnis zu den Abständen bildet. Ist z. B. für beide Abstände 1 gewählt, werden die Abstände der Knickpunkte zu den beiden Achsen im Verhältnis 1:1 gebildet.
Anmerkung:Auch andere Verhältnisse sind möglich.Abbildung 2. Darstellung Knick im Abstand
- Über Spuren (Deckenbuch)
Der Knick wird entlang einer vordefinierten Deckenbuchspur erzeugt. Dabei kann eine Spur der Hauptachse oder eine Spur der Randachse als Grundlage dienen.
Anmerkung:Liegt die gewählte Spur nicht zwischen den beiden Achsen, kann dies zu falschen Berechnungen führen.Die Spurauswahl der Haupt- und der Randachse schließt sich gegenseitig aus.
Anmerkung:Wird bei der 1. Randachse einer Spur der Hauptachse als Knick eingestellt, wird zusätzlich der Schritt Querneigung möglich.Der Modus ist nur im Ein-Randachsen-Fall realisiert. Die klassische Anwendung
ist dort z. B. eine Autobahnausfahrt, in der sich die Querneigungen der sich entfernenden Randachse bis zu einem bestimmten Stationsbereich mit den Querneigungen der Hauptachse übereinstimmen sollen. Danach dürfen die Querneigungen der Randachse abweichen.
Als Höhenbezug dienen die Punkte der eingestellten Deckenbuchspur der Hauptachse. Deren Lagegeometrie wird in diesen Fällen oft durch eine Knickachse ergänzt.
Die Berechnung der korrespondierenden Querprofile ist so ausgelegt, dass zu jedem Stationswert der Hauptachse eine Höhe aus dem Deckenbuch ermittelbar ist.
Abbildung 3. Darstellung Knick über Spuren (Deckenbuch)
- Knick auf Hauptachse
Der Punkt auf der Randachse wird gesucht, der vom Hauptachsenpunkt eine Senkrechte auf der Randachse bildet. Von diesem Punkt auf der Randachse werden die Profile ggf. noch nach außen verlängert.
Eine klassische Anwendung für diesen Modus ist die Einmündung im Kreuzungsbereich.
Anmerkung:Bei allen Werten (Abstände und Profilverlängerung) werden nur Absolutwerte angenommen. Die Berechnung bestimmt die Knickpunkte immer geometrisch zwischen der Haupt- und der Randachse. Dasselbe gilt für die Verlängerung: Sie wird auf der „anderen Seite” der Randachse erzeugt.Abbildung 4. Darstellung Knick auf Hauptachse
- Auf gegebener Achse
Der Punkt auf der Randachse wird gesucht, der vom Hauptachsenpunkt eine Senkrechte auf der Randachse bildet. Von diesem Punkt auf der Randachse werden die Profile ggf. noch nach außen verlängert.
Profilverlängerung
Ohne Profilverlängerung werden die Querprofile nur zwischen den eingestellten Achsen erzeugt.
Die Profilverlängerung erweitert die Querprofile nach außen.
- Hauptachse
- Randachse
