Mindestdicke frostsicherer Oberbau

Mit Mindestdicke frostsicherer Oberbau legen Sie die Belastungsklasse (Übernahme der ermittelten Belastungsklasse oder freie Festlegung) fest und ermittelt die erforderliche Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus.

Die berechnet sich aufgrund Frostempfindlichkeitsklasse sowie lokalen Anpassungen infolge örtlicher Verhältnisse. So können während der Frost- und Auftauperioden keine schädlichen Verformungen an der Fahrbahnoberfläche entstehen.

Berechnungsablauf

Analog zum Vorgehen in der Richtlinie ist zuerst die Belastungsklasse und anschließend die Dimensionierung des frostsicheren Oberbaus festzulegen.

Ausgangswerte der Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus - Tabelle 6

Legt den Startwert fest.

Belastungsklasse zeigt die berechnete Beanspruchung an. Diese ergibt sich aus der dimensionierungssrelevanten Beanspruchung B für den gesamten Nutzungszeitraum nach Tabelle 1.

Anmerkung:
Sie wird nur angezeigt, wenn die Auswahl der Belastungsklasse durch eine Berechnung erfolgte.

Gewählte Belastungsklasse erlaubt die freie Wahl der für die Dimensionierung gewählten Beanspruchung für die Ermittlung der Mindeststärke des frostsicheren Oberbaus (z. B. um Unterbau/Untergrund über den Nutzungszeitraum hinweg mit zu berücksichtigen).

Frostempfindlichkeitsklasse berücksichtigt das Frost/Tauverhalten des Untergrunds/Unterbaus (Neigung zur Eislinsenbildung).

Anmerkung:
Für Frostempfindlichkeitsklasse F1 kann die Anordnung einer Frostschutzschicht gemäß RStO Abschnitt 3.1.2 entfallen.

Ausgangswert zeigt die Mindestdicke an, die sich aus diesen Angaben ergibt.

Dieser Wert bildet die Grundlage für die Ermittlung der tatsächlichen Dicke des frostsicheren Oberbaus.

Mehr- oder Minderdicken infolge örtlicher Verhältnisse - Tabelle 7

Legt den Endwert des frostsicheren Oberbaus auf Grund lokalen Anpassungen infolge örtlicher Verhältnisse fest.

Anmerkung:
Die jeweils ungünstigste Konstellation im Planungsabschnitt muss gewählt werden.

Ausgangswert zeigt den Standardwert nach RStO an.

Dieser Wert bildet die Grundlage für die Ermittlung der tatsächlichen Dicke des frostsicheren Oberbaus.

Frosteinwirkung legt die Frosteinwirkzone fest. Auswahl nach RStO Bild 6 oder aus konkreten örtlichen Informationen.

Kleinräumige Klimaunterschiede berücksichtigt die örtliche Lage der Straße.

Wasserverhältnisse im Untergrund berücksichtigt den Wasserstand im Baugrund.

Lage der Gradiente legt die im Planungsabschnitt ungünstigste Konstellation fest.

Entwässerung der Fahrbahn legt das Management des Oberflächenwassers fest.

Weitere Einflüsse legt spezielle, insbesondere aus dem Baugrund herrührende Einflüsse auf die Mindestdicke des Oberbaus fest. Maximalwert ist 100 cm.

Errechnete Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus ist das Resultat der Dimensionierung gemäß RStO.

Gewählte Mindestdicke gibt die gerundete oder bauartspezifisch eingegebene Dicke des Straßenoberbaus an.

Die errechnete Mindestdicke wird vorgegeben.

Begründung für die Abweichung legt gegebenenfalls eine Erklärung der Abweichung vom Ergebnis der RStO-Berechnung fest,