Höhenbezug
Mit Höhenbezug definieren Sie die Querschnitte unter Nutzung einer direkten (z. B. Absoluthöhen) oder indirekten (z. B. Gradienten) geodätischen Höhenabhängigkeit.
Das Deckenbuch kann dadurch direkt durch äußere Zwangspunkte wie Gradienten (Randgradienten) oder Absoluthöhen (Einläufe) definiert werden.
Deshalb werden die Einträge in beiden Karten mit den Höhenbezugseingaben gelöscht. Dies ist notwendig, um sich widersprechende Eingaben zu verhindern.
Sind beide Ränder über Gradiente, Zwangspunktgruppe oder konstante Höhe definiert, ergibt sich die Querneigung automatisch. Es können auch nur ein Rand und die Querneigung festgelegt sein, wodurch sich zwangsläufig die Höhe des anderen Randes ergibt.
Gegenüber den Registerkarten Neigung und Hochbord bietet er folgende Vorteile:
- Die Gradiente kann frei gewählt werden. Wird keine Gradiente ausgewählt, gilt automatisch die Hauptgradiente.
- Ein Höhenversatz kann festgelegt werden, um z. B. auch Fahrbahninseln zu berücksichtigen.
Die Definition der Spurbreiten ist Voraussetzung, um mit der Registerkarte Höhenbildung zu arbeiten.
Bei Verwendung der Höhenbildung muss darauf geachtet werden, dass keine Überbestimmung vorliegt. Wenn z. B. in einer Spur rechts und links jeweils eine Gradientenhöhe vorgegeben wird, darf keine Querneigung eingestellt sein.
Folgende Höhenreferenzen stehen zur Verfügung:
- Ergibt sich
Ist immer dann zu wählen, wenn sich die Fahrbahnrandhöhen aus den Definitionen benachbarter Fahrspuren und/oder den spurbezogenen Querneigungsdefinitionen (automatisch) ergeben. Damit kann das Deckenbuch einer Fahrspur ausschließlich aus den Definitionen der benachbarten Spuren erstellt werden, wobei die Querneigung automatisch über die entsprechenden Höhenbezüge der Fahrspurränder abgeleitet wird.
Wie
davor
Ist zu wählen, wenn sich der Höhenbezug im gewählten Stationsbereich gegenüber der vorhergehenden Definition nicht unterscheidet, jedoch veränderte Eingaben für den Höhenversatz oder den Hochbord erfordert.
GradienteÜbernimmt die Höhe aus einer frei wählbaren Gradiente.
Die zugehörige Achse kann direkt aus der Liste , grafisch oder über die Achsauswahl selektiert werden. Danach stehen alle Gradienten dieser Achse zur Auswahl.
KonstantLegt eine feste Absoluthöhe fest, die sich im angegebenen Stationsbereich nicht ändert.
ZP-GruppeEntnimmt die Höhe einer frei wählbaren Zwangspunktgruppe.
Beispiele zur Höhenbildung
- Gradiente mit fester Höhe
- Festgelegte Neigung der Fahrbahn
- Festgelegter Höhenversatz durch Hochbord
- Neigung ergibt sich
- Gradiente mit fester Höhe
- Zusätzlicher Höhenversatz
- Hochbord
- Festgelegte Neigung der Fahrbahn
- Höhen ergeben sich
Höhenbezug einrichten
Bei der Umstellung von Querneigung/Hochbord auf Höhenbezug wird bei eingestellter Spurlage in der ersten Deckenbuchstation sofort die Gradiente eingestellt. Alle nachfolgenden Definitionen sind mit der Definition wie davor eingestellt.
Bei 2-bahnigen Querschnitten wird die Neigung in den Spuren +1 und -1 nicht mehr automatisch errechnet. Diese Art der Definition bringt viele Vorteile.
Soll der Mittelstreifen keinen Sprung haben, müssen nur die Querneigungen der Spuren -1 und +1 gelöscht und innen und außen mit der Definition ergibt sich ersetzt werden. Damit wird auf Höhenbezug umgestellt.
Multiselektion
Eine Multiselektion zur Änderung der Definitionen ist möglich. Die Schaltfläche
Mehrere
Definitionen bearbeiten dazu wird in der Werkzeugleiste bei Mehrfachselektion
freigegeben. Im folgenden Dialogfeld kann oben ausgewählt werden, welche Parameter überhaupt geändert
werden sollen. Diese werden bei entsprechender Wahl dann unten angeboten.
Darstellung
Die Art des Höhenbezugs wird in der Matrix dargestellt. Dabei wird für den linken und rechten Rand jeweils dargestellt:
Neigung nach links
und
Neigung nach rechts
(nach außen negativ) oder keine Querneigung (0 %)
Hochbord links und
Hochbord
rechts
Gradiente - Höhenbezug des Randes
- Ergibt sich (Standardfall ohne spezielle Darstellung)
Wie
davor
Gradiente
Konstant
ZP-Gruppe (Zwangspunktgruppe)
