Standardkopplungen

Mit Standardkopplungen legen Sie eine Sequenz vordefinierter Kopplungen fest.

Diese werden beim Einbau des Bausteins angewendet. Die erforderlichen Kopplungspunkte werden in der Liste der Kopplungen automatisch eingetragen.

Anmerkung:
Die Formatierung der Sequenz ist in der unten stehenden Tabelle beschrieben.

Trenner

Für jede einzelne Kopplung müssen 5 Werte mit je einem Schrägstrichtrenner angegeben werden (Def, Typ, Bausteinpunkt, Anteil und Baustein).

Optional sind mit einem Beschreibungstext sechs Werte möglich.

Beschreibungstext

Eine Beschreibung kann als optionaler sechster Wert in jede Kopplungssequenz eingefügt werden. Diese Beschreibung wird in der letzten Spalten des Dialogfelds Korrespondierende Referenzen bei Standardkopplungen angezeigt. Leerzeichen müssen mit einem Prozentzeichen angegeben werden. Sind bei einer korrespondierenden Referenz mehrere Beschreibungen vorhanden, wird immer die letzte angezeigt.

Mögliche Sequenzen sind z. B.:

DEF LX1/P1/-/-/-/Meine%Beschreibung DEF RX1/P0/-/-/-

oder

DEF LX1/P1/-/-/- DEF RX1/P0/-/-/-/Meine%zweite%Beschreibung

Format

DEF <Typ><Korrespondenznummer>/<Bausteinpunkt>/<Anteil>/<Baustein>/<Referenz>/<Meine%Beschreibung>

Für jede Kopplung können mehrere Lösungen definiert werden. So kann eine andere Lösung zum Zuge kommen, wenn z. B. ein Punkt im Referenzbaustein oder eine angegebene Achse nicht vorhanden ist.

Für alle Spalten müssen Werte für jede Standardkopplung angegeben werden. Mehrere Standardkopplungen werden durch DEF getrennt.

Die erste funktionierende Kopplungsdefinition wird verwendet, wenn für eine Kopplungsnummer mehrere Definitionen vorhanden sind (ODER-FALL).

Die erste Definition bestimmt immer die grundsätzliche Lage des Bausteins. Genügt die erste Standardkopplung nicht den Rahmenbedingungen, wird der Baustein trotzdem eingebaut. Die Standardkopplung wird jedoch mit einem Hinweis nicht übernommen. Eine Kopplungsdefinition des Systems wird angewendet.

Tabelle 1. Kopplungen
DEF Typ Bausteinpunkt Anteil Baustein Referenz Beschreibung
1

S…Standard

B…Baustein

IS…innerer Spurpunkt

AS…äußerer Spurpunkt

LX…linke Schiene

RX…rechte Schiene

+ Korrespondenznummer

Nicht bei S

- (Eingabe durch Benutzer)

Punktnummern ab 0

- (Beide - Abstand und Höhe) - (Eingabe durch Benutzer)

Angabe bei B, LX, RX

- (Eingabe durch Benutzer)

Bei B darf auch eine Punktnummer eingetragen sein (mit P oder ohne)

Bei LX und RX darf auch eine Achsnummer eingetragen sein

optionaler Text in Kopplungssequenz;

Leerstellen als Prozentzeichen

ab 2

A…Achse

G…Gradiente

B…Baustein

ISI…innerer Spurpunkt nach innen

ISA…innerer Spurpunkt nach außen

ISL…innerer Spurpunkt nach links

ISR…innerer Spurpunkt nach rechts

ASI…äußerer Spurpunkt nach innen

ASA…äußerer Spurpunkt nach außen

ASL…äußerer Spurpunkt nach links

ASR…äußerer Spurpunkt nach rechts

LX…linke Schiene

RX…rechte Schiene

+ Korrespondenznummer

- (Eingabe durch Benutzer)

Punktnummern ab 0

- (Beide)

A…Abstand

H…Höhe

- (Eingabe durch Benutzer)

Bei B

B…übergeordneter Baustein

- (Eingabe durch Benutzer)

Bei B darf auch eine Punktnummer eingetragen sein (mit P oder ohne)

Bei A, LX und RX darf auch eine Achsnummer eingetragen sein

Bei ISI, ISA, ISL, ISR, ASI, ASA, ASL, ASR

positive Zahl

Der dritte Buchstabe bei IS* und AS* bestimmt die Richtung, in der dieser relative Wert interpretiert werden muss. Ein Wert von 1 bedeutet bei ISI, dass die Spur innen neben der Einbauspur verwendet wird.

Nur bei G:

Gradientenkurzname. Wenn der Gradientenkurzname Leerzeichen enthält, muss er in Hochkommata eingeschlossen werden.

optionaler Text in Kopplungssequenz;

Leerstellen als Prozentzeichen

Ist im ersten Abschnitt zusätzlich eine Zahl (Korrespondenznummer) ≥ 0 (Typangabe vor dem ersten Schrägstrich, z. B. DEF B1) angegeben, verweist dies auf eine korrespondierende Referenz. Dadurch wird nach Einbau des Bausteins ein Dialogfeld angezeigt, in dem die Werte für die korrespondierende Referenz, z. B. eine Achse, eingegeben werden können. Damit werden alle verwendeten Standardkopplungen mit derselben Korrespondenznummer mit der eingestellten Referenz versehen.

Beispiel

Wenn ein Baustein unterhalb eines anderen Bausteins platziert wird und an erster Position ausschließlich die Typen IS, AS, LX, RX verwendet wurden. Damit diese Kopplung übernommen werden kann, darf die erste Kopplung nur über die Typen S und B definiert werden.

Wird ein Baustein direkt in einer Spur abgelegt, werden ausschließlich die Typen S, IS, AS, LX und RX ausgewertet.

Anmerkung:
Diese Randbedingungen für die erste Kopplung lassen sich auch über das manuelle Editieren gut nachvollziehen.

Beispiel

DEF B1/P0/-/-/P100 B1/P0/-/-/P99 B1/P0/-/-/P98 DEF B1/P1/-/-/P1 B1/P1/-/-/P2 B1/P1/-/-/P3 DEF A1/P2/A/-/- /Dritte%Kopplung

Im Beispiel wurden drei Kopplungen definiert:

  • Erste Kopplung

    DEF B1/P0/-/-/P100 B1/P0/-/-/P99 B1/P0/-/-/P98

    Wenn die Kopplung zum übergeordneten Baustein mit P0 an P100 nicht funktioniert, werden die Alternativen P0 an P99 bzw. P0 an P98 versucht.

  • Zweite Kopplung

    DEF B1/P1/-/-/P1 B1/P1/-/-/P2 B1/P1/-/-/P3

    Die zweite Kopplung findet auch am übergeordneten Baustein statt, da dieselbe Korrespondenznummer (B1) gesetzt wurde. Wenn die Kopplung P1 an P1 nicht funktioniert, werden die Alternativen P1 an P2 bzw. P1 an P3 versucht.

  • Dritte Kopplung

    DEF A1/P2/A/-/-/Dritte%Kopplung

    Die dritte Kopplung wird für P2 an einer noch nicht eingestellten Achse (A) eingetragen. Da eine Korrespondenznummer angegeben wurde, wird das Korrespondenzdialogfeld zum Einstellen des Werts (hier Achse) mit der Bemerkung „Dritte Kopplung” angezeigt.

Gibt es mehrere unterschiedliche Korrespondenzwerte z. B. Achsen oder Gradienten, werden alle im Korrespondenzdialogfeld zur Auswahl angeboten.

Dabei ist zu beachten, dass folgende Typen mit derselben Korrespondenznummer auch immer korrespondieren:

  • LX und RX (linke und rechte Schiene)
  • ISI und ASI (innerer und äußerer Spurpunkt nach innen)
  • ISA und ASA (innerer und äußerer Spurpunkt nach außen)
  • ISR und ASR (innerer und äußerer Spurpunkt nach rechts)
  • ISL und ASL (innerer und äußerer Spurpunkt nach links)

Einzelsegmente zum Koppeln

Bei Einzelsegmenten wird als letzten Fall die Standardkopplung S/-/-/-/- verwendet.

Im Dialogfeld Korrespondierende Referenzen bei Standardkopplungen, z. B. wenn ein Baustein bzw. eine Achse gewählt werden muss, wird in der Beschreibungsspalte ein Hinweise gegeben, welchen Referenztyp gewählt werden muss.

Bei der Muldenverlängerung ist dies z.B. „Bitte Muldenbaustein wählen, an der die Verlängerung enden soll”.