Bausteine koppeln
Mit Bausteine koppeln legen Sie die Verknüpfungen der Bausteine fest.
In der Liste der Kopplungen wird der Startpunkt (Bausteinpunkt) für die Einrechnung der Bausteindefinition definiert.
Ein Bausteinpunkt wird an einen Referenzpunkt des übergeordneten Bausteins angehängt.
- Referenzpunkt…Aufhängepunkt des übergeordneten Bausteins
- Bausteinpunkt…Andockpunkt des zu integrierenden Bausteins
Standardkopplungen legt eine Sequenz vordefinierter Kopplungen fest.
Diese werden beim Einbau des Bausteins angewendet, so dass die erforderlichen Kopplungspunkte in der Kopplungstabelle eingetragen werden.
Aufbau
Die Gruppe Baustein koppeln besteht aus folgenden Elementen:
Vorbelegung
zeigt die Standardkopplung des Bausteins an.
Hilfe zu Baustein
koppeln anzeigen öffnet diese kontextsensitive Hilfe zum Thema.
Liste der Kopplungen
Zeigt die Einstellungen der Kopplungen an. Treten Fehler in der Definition auf, wird in der
entsprechenden Zeile in Hinweis
mit Text ausgegeben.
In der Tabelle links (Spalten gelb markiert) befinden sich die Kopplungspunkte des aktuellen Bausteins, rechts (Spalten orange markiert) befinden sich die Referenz-Kopplungspunkte des übergeordneten Bausteins.
- Typ gibt die Startkoordinate an die Bausteindefinition weiter. Diese
Koordinate kann aus verschiedenen Quellen stammen:
- Standard
- Baustein(definition)
- Achse
- Gradiente
- innerer Spurpunkt
- äußerer Spurpunkt
- linke Schiene
- rechte Schiene
- Bausteinpunkt legt den Punkt des anzuhängenden Bausteins fest, der für die
Kopplung verwendet wird.
Alle beim jeweiligen Baustein vorhandenen Bausteinpunkte werden angeboten.
- Anteil legt fest, welche Werte des Referenzpunkts übernommen werden:
- Abstand von der Achse
- geodätische Höhe
- Beide Werte
- Baustein legt den abhängigen Baustein fest.
Alle Bausteine werden angeboten. Der Baustein kann auch über die Schaltfläche
Grafik ausgewählt
werden. - Referenz legt den Punkt des übergeordneten Bausteins fest, der für die
Kopplung verwendet wird.
Alle möglichen Referenzpunkte werden angeboten.
Schema zeigt eine Skizze des Bausteins und seine Einsatzmöglichkeit an.
Das Schema wird auch beim Überfahren der Liste mit dem Cursor angezeigt.
- Mit der Schaltfläche Vorbelegung wird die Standardkopplung des Bausteins angezeigt.
- Die Schaltfläche Hilfe zu Baustein koppeln anzeigen öffnet diese kontextsensitive Hilfe zum Thema.
- Liste zeigt die Einstellungen der Kopplungen an.
- In der Tabelle links (Spalten gelb markiert) befinden sich die Kopplungspunkte des aktuellen Bausteins, rechts (Spalten orange markiert) befinden sich die Referenz-Kopplungspunkte des übergeordneten Bausteins.
- Schema zeigt eine Skizze des Bausteins und seine Einsatzmöglichkeit an.
Grundsätze
Folgende Grundsätze des Kopplungssystems gelten immer:
- Bausteinpunkte werden für Bezugs-Bausteine bekannt gegeben (P1, P0 und z. B. P99 Mulden-Ende, P100 Böschung innen/außen).
- Bausteinpunkte werden zu Referenzpunkten für den anzukoppelnden Baustein. Bausteine werden mit 1 bzw. 2 Bausteinpunkten gekoppelt (z. B. Baustein-Ende P0 auf P99 bei Verlängerung FSS bis Mulden-Ende).
- Referenzpunkte sind die Punkte, an denen andere Bausteine mit ihren Bausteinpunkten verankert werden (Bausteinpunkt hängt sich an Referenzpunkt). Die Referenzpunkte werden in der Bausteinbearbeitung definiert (Bekanntgabe Bausteinpunkte).
- Jede Bausteindefinition braucht mindestens einen Referenzpunkt zur Bestimmung der eigenen Lage.
- Ist die Quelle des Referenzpunkts nicht definiert (z. B. weil er in der bestimmenden Fremdbausteindefinition nicht berechnet wurde), kann die Bausteindefinition nicht berechnet werden.
- Jede Bausteindefinition kann beliebig viele weitere Bausteinpunkte zur Bestimmung der eigenen Geometrie haben. Dies ist vor allem bei Planumskonstruktionen sehr interessant.
- Bausteinpunkte müssen im Baustein definiert sein (Einstellung im Baustein unter Bekanntgabe Bausteinpunkte), damit diese auch als Baustein- bzw. Referenzpunkt dienen können.
- Werden Ausgestaltungssymbole im Querschnitt verwendet, können diese durch die Definition zweier
Bausteinpunkte in die Mitte der Spur “gezogen” werden. Die Neigung zwischen diesen beiden Punkten
bestimmt die Neigung des Symbols.
Wird nur ein Bausteinpunkt definiert, liegt das Ausgestaltungssymbol mittig auf dem Referenzpunkt.
Beispiel
KFZ auf Fahrstreifen setzen
- Standard-Kopplung
- Hilfe mit Beispielen
- Erster Bausteinpunkt definiert
- Zweiter Bausteinpunkt nicht definiert
- Fahrzeug wird direkt über P1 der Spur dargestellt
- Standard Bausteinpunkt (1. Kopplungspunkt)
- Zweiter Bausteinpunkt definiert (2. Kopplungspunkt)
- Fahrzeug wird mittig zwischen den Bausteinpunkten P1 und P0 der Spur dargestellt
Bausteinpunkte werden in der Ansicht rot dargestellt.
Der primäre Referenzpunkt wird in der ersten Zeile Bereich der Gruppe Baustein koppeln festgelegt. Im Folgenden werden die Einstellmöglichkeiten dieses Punkts erläutert.
Bausteindefinition auf Spurebene
- Standard
Punkt P1 hängt sich an den inneren Spurpunkt und Punkt P0 an den äußeren.

- Ein Bausteinpunkt (hier P1) hängt sich nur an den inneren Spurpunkt.

- Ein Bausteinpunkt (hier P1) hängt sich an den äußeren Spurpunkt.

- Ein Bausteinpunkt (hier P1) hängt sich an die linke Schiene eines Gleises (hier
P501).

- Ein Bausteinpunkt (hier P1) hängt sich an die rechte Schiene eines Gleises (hier
P501).

Bei den weiteren Referenzpunkten gibt es noch mehr Möglichkeiten. Diese Typen dienen nur zur Bestimmung der weiteren Geometrie:
Punkte von allen Bausteindefinitionen der Querschnittdefinition
- Beliebige Achsen
- Beliebige Gradienten
- Beliebige Spurpunkte
- Beliebige Gleise
Darstellung
Die verschiedenen Typen von Bausteinpunkten werden in den Bausteinen (und auch in den Supertooltipps) farblich unterschieden:
Referenzpunkt P1 beim einzubauenden Baustein
Ein Referenzpunkt für weitere Bausteine
Der Baustein benötigt 2. Referenzpunkt (2. Bausteinpunkt muss gewählt
werden).
Im Baustein muss hier eine Gradiente eingestellt werden.
Baustein gibt Spurbreite an Nachbarspur, z. B Bankett.
Optionaler Referenzpunkt: Beim Verschieben von Bordsteinbausteinen
hängen diese sich entsprechend den Vorgaben an die Spurränder (statt z. B. mittig).
Nomenklatur
Die vergleichbaren Punkte innerhalb der verschiedenen Bausteine weisen immer die identischen Punktnummern auf. Jeder Baustein beginnt bei P1 und endet bei P0. Die wichtigen Punkte, die für die Planumskonstruktion und Böschungsbausteine benötigt werden, sind:
- Punkt P0 ist der Referenz- bzw. Bausteinpunkt außen.
- Punkt P1 ist der Referenz- bzw. Bausteinpunkt innen.
- Punkt P98 ist die Unterkante des Muldenanfangs.
- Punkt P99 ist die Unterkante des Muldenendes.
- Punkt P100 ist der äußere Punkt (von der Achsmitte aus gesehen).
- Punkt P101 ist der innere Punkt (von der Achsmitte aus gesehen).
Weiterhin gibt es Referenzpunkte für Symbole und Bahnbau, die immer benannt sind.
Alternativbaustein koppeln
Die Kopplungen einer Alternative zu einer Bausteindefinition sind unabhängig einstellbar.
Die normalen Randbedingungen des Kopplungssystems gelten.
Im Feld zur Bausteinauswahl (Spalte Baustein) sind auch die Alternativen aufgelistet. Der Baustein über einer Alternative ist immer der zugehörige Baustein. Aufgrund der Beschränkung, dass bei der ersten Kopplung an einen Baustein nur der übergeordnete Baustein angegeben werden kann, wird auch die Alternative bei der Kopplung versucht, wenn die ursprüngliche Referenz nicht gefunden werden konnte (wenn die Berechnung der Bausteindefinition fehlgeschlagen ist).
Eingabeparameter
Bestimmen die Werte (z. B. Schichtenhöhen) und Eigenschaften (z. B. Horizont) eines Bausteins.
Die Bausteine weisen Standardwerte auf, die für bestimmte Einbausituationen angepasst werden können. Dafür muss nicht in die Programmierung des Bausteins eingegriffen werden.
Der Baustein Bankett (RAA) stellt zum Beispiel die Bankettbreite als Eingabeparameter zur Verfügung. So kann dieser Baustein mehrmals im Querschnitt mit unterschiedlichen Bankettbreiten verwendet werden.
Sollte ein Baustein einen zusätzlichen Eingabeparameter erhalten haben (z. B. in einem anderen Projekt), wird automatisch bei der Berechnung dieser fehlende Parameter in die Bausteindefinition mit dem Standardwert eingetragen. Sollte ein Eingabeparameter nicht mehr vorhanden sein, wird dieser automatisch aus der Bausteindefinition entfernt.
Somit ist immer die Synchronität zwischen Baustein und Bausteindefinition gewahrt!
Zudem kann der Anteil (Abstand und/oder Höhe) angegeben werden.
Neben Zahlenwerten stehen als Eingabewerte auch Achsnummern, Gradientennamen, Horizontnummern, Spurnummern und Ja/Nein-Schalter zur Verfügung. Der Ja/Nein-Schalter (gesetzt/nicht gesetzt) steuert, ob einzelne Eigenschaften eines Bausteins verwendet werden.
Der Bausteinkatalog stellt z. B. Bausteine zur Definition von Schichtaufbauten zur Verfügung. Diese beinhalten Eingabewerte zur Festlegung einer Randneigung und Verlängerung. Zusätzlich steuert ein Ja/Nein-Schalter, ob die Randgestaltung gerechnet werden soll.
