Beispiele
Mit Beispiele sehen Sie die Erklärung der Kopplung von Bausteinen an praktischen Anwendungen.
Einfaches Koppeln: Setzen eines Leitpfostens auf das Bankett
Der Baustein wird wie in der Querschnittdefinition üblich einfach auf das Bankett abgesetzt.
Damit wird Bausteinpunkt P1 sofort auf den Bankettpunkt P1 referenziert. Der Vorgang des Koppelns geschieht also indirekt, ohne dass explizit eine Kopplung vorgenommen werden muss. Dies erleichtert die Bedienung des Programms erheblich. Nun wird der Bausteinpunkt P1 auf den Referenzpunkt P97 des Banketts gesetzt.
Doppeltes Koppeln: KFZ in der Spur “einhängen”
Ein komplexeres Koppeln (Beziehung von 2 Bausteinpunkten zu 2 Referenzpunkten) wird z. B. bei der Darstellung eines Fahrzeugs auf einem Fahrstreifen (Deckenbuchspur) angewendet.
Der Anfangspunkt P1 wird wie im vorangehenden Beispiel beim Setzen der Definition automatisch an den Schichtbaustein (P1) gekoppelt.
Den Bausteinpunkt P0 auf den Referenzpunkt P0 der Fahrbahn setzen. Damit wird das KFZ in der Mitte des Fahrstreifens dargestellt. Die Neigung wird aus den Bausteinpunkten automatisch übernommen.
Doppeltes Koppeln: Gestaltung des Planums im Einschnitt
Gestaltung des Planums im Einschnitt über den Baustein Planumskonstruktion > 02 Frostschutzverlängerung Einschnitt.
Der Bausteinpunkt P1 wird wie im vorangehenden Beispiel beim Setzen der Definition automatisch an den Referenzpunkt
P1 des Banketts gekoppelt (Gruppe Baustein koppeln, Zeile 1).
Die Kopplung des zweiten Bausteinpunkts P0 erfolgt manuell: Der Endpunkt dieses Bausteins wird an den Endpunkt der Mulde P99 des Böschungsbausteins gekoppelt (Gruppe Baustein koppeln, Zeile 2).
Koppeln eines Planumsknicks
Als Beispiel für eine von den bisher beschriebenen Fällen abweichende Art des Koppelns wird der Planumsknick vorgestellt. Der Baustein Planumskonstruktion > 09 Wandernder Planumsknick wird auf die äußere linke Fahrbahn abgesetzt. Der Bausteinpunkt P1 am Anfang wird automatisch an die Fahrspur P1 gekoppelt (Gruppe Baustein koppeln, Zeile 1). Die exakte Lage des Planumsknicks P20 wird über eine Polydatei (*.PLY) als indirekte Kopplung gesteuert. Diese Datei wird vom Deckenbuch bei jeder Berechnung gemäß Einstellung der Hauptspuren neu erzeugt.
Koppeln im Bahnbau
Im Bahnbau weicht die Querschnittdefinition und damit auch das Koppeln der Bausteine deutlich vom Straßenbau ab.
Der Baustein Bahnbau De > Schiene mit Schwelle wird zweimal direkt an die jeweilige Gleisachse gebunden (Gruppe Baustein koppeln, Zeile 1). Dadurch werden Gleisgradienten und Überhöhungen zusätzlich über die Eigenschaft der Kilometrierungslinie automatisch gelesen. Lage und Höhe der Schienen werden dadurch fixiert.
Zur weiteren Ausgestaltung werden die Schotterbausteine außen und zwischen den Gleisen einfach gekoppelt, ebenso die Entwässerung und die Bahnsteige.
Zur zusätzlichen Gestaltung können Lichtraum, Masten und Kabeltröge angekoppelt werden.
Im Spurmanager sind der hierarchische Aufbau des Querschnitts und die Kopplung der Bausteine sehr gut zu erkennen.
