Bezugsachse

Mit Bezugsachse legen Sie die Spurbreite in Bezug zu einer beliebigen Achse fest.

VORSICHT:
Bei stark gekrümmten Bezugsachsen und einem großen Versatz kann es zu unerwünschten Stationsverschiebungen kommen. Bitte verwenden Sie in diesem Fall die Option Korrespondenz.

Übernehmen überträgt die Änderungen in die Matrix.

Anmerkung:
Wird die Bearbeitung der Definition ohne Übernehmen verlassen, erfolgt eine Sicherheitsabfrage, ob die Änderungen übernommen werden sollen.

Protokoll zeigt die Abfolge der eingegebenen Daten/verwendeten Befehle in einer Liste an.

Abbildung 1. Breite über Bezugsachse
  1. Spurname und Fachbedeutung für Lageplandarstellung
  2. OKSTRA-Fachbedeutung der Spur
  3. Definitionsbeginn eingeben oder in Grafik abgreifen
  4. Name der Station
  5. Bezugsachse und Stationsbereich eingeben oder aus Liste auswählen. Im Lageplan können Achse und Stationsbereich auch per Mausklick in der Grafik ausgewählt werden.
  6. Breite in m und Versatz in m eingeben
  7. Art der Berechnung auswählen
  8. Art der Breitenberechnung auswählen
  9. Speichert die Einstellungen
  10. Zeigt den Verlauf der Befehle an

Spur

Zeigt die Nummer der Deckenbuchspur an (Negative Werte liegen in Achsrichtung gesehen links, positive rechts).

Im Textfeld kann der Name der Spur festgelegt werden. Dieser wird auch im Querschnitt verwendet und erleichtert die Orientierung bei einem kompletten Querschnitt.

Die Fachbedeutung legt die fachliche Darstellung und die Layerbelegung fest.

Art der Spur legt die OKSTRA-Fachbedeutung fest:

1…Fahrstreifen

2…Randstreifen

3…Mittelstreifen

4…Haltestelle

5…Standstreifen

6…Mehrzweckstreifen

7…Parkstreifen

8…Radweg

9…Gehweg

10…Gehweg/Radweg kombiniert

11…Grünstreifen

12…Bankett links

13…Bankett rechts

14…Böschung links

15…Böschung rechts

16…Gleis

17…Stein

18…Rinne

19…Stützmauer

20…Lärmschutzwall

21…Berme

22…Graben

23…Mulde

28…Böschung

29…Lärmschutzwand

30…Spur 0

99…Sonstiges

Anmerkung:
Diese zusätzliche OKSTRA-Fachbedeutung ist unabhängig von der Fachbedeutung zur Darstellung im Lageplan.
Anmerkung:
Beim Export wird 99 verwendet, wenn keine OKSTRA-Fachbedeutung vergeben wurde.

Station

Zeigt die Lage der Markierung auf der Achse an.

Vorgehensweise beim Ändern von Stationen:

  • Station für gesamte Zeile ändern: Die Zeile wird verschoben.
  • Station für eine einzelne Definition (Zelle) ändern:
    • Ist nur diese Definition an der Station vorhanden, wird die gesamte Zeile verschoben. Die Stationsbezeichnung bleibt erhalten.
    • Sind noch andere Definitionen an der Station vorhanden, wird nur die eine Definition an die neue Station verschoben. Diese neue Station besitzt keine Stationsbezeichnung.
Anmerkung:
Befindet sich an der Zielstation bereits eine Definition, regelt eine Sicherheitsabfrage das Vorgehen.

Mit der Schaltfläche Grafik kann die Station auch in der Zeichnung selektiert werden.

Anmerkung:
Um den Wert der aktuellen Station zu ändern, muss die ganze Zeile markiert werden. Ändern in der Spalte Definition erzeugt eine neue Station mit dem geänderten Wert.

Bezeichnung ermöglicht die zusätzliche Definition eines Namens.

Die Bezeichnung kann maximal 600 Zeichen lang sein.

Zeilenumbrüchen können mit Strg+Eingabe-Taste definiert werden.

Bezugsachse

Achsnummer legt die Achse fest, an der die aktuelle Achse hängt.

Der Wert kann direkt eingegeben oder per Mausrad bzw. Schaltflächen eingestellt werden.

Mit der Schaltfläche Auswahl öffnet sich eine Liste zur Achsauswahl; mit der Schaltfläche Grafik kann im Lageplan die Achse auch in der Zeichnung selektiert werden.

von/bis legt den Teil der Bezugsachse fest, der zur Definition dienen soll.

Anmerkung:
Die Eingabe eines Stationsbereichs der Bezugsachse ist bei bestimmten Lagekonstellationen der Achsen zueinander unbedingt notwendig, damit eine eindeutige Beziehung hergestellt werden kann.

Dabei ist es unerheblich, ob der Bereich auf der Bezugsachse oder auf der Hauptachse liegt. Auch für die Stationierung spielt es keine Rolle, da die Summe der Stationierungen der beiden Achsen zur Berechnung benutzt wird.

Spur

Legt Lage und Ausdehnung der Spur fest.

Je nach Art der Breitenangabe kann eingegeben werden:

  • Breite legt die Breite der Spur fest.
  • Versatz bewirkt die Verbreiterung der Spur um den entsprechenden Betrag.

oder

  • Abstand legt die Distanz zwischen Außenrand der Spur und Achse fest.
  • Breite legt die Breite der Spur fest.

Zusätzlich kann bei Bedarf ein Versatz hinzugefügt werden.

Berechnungsart

Die Spur wird über die Abhängigkeiten zweier zueinander korrespondierender Achsen ermittelt.

  • Automatisch

    Sucht eine Lösung ohne weitere Angaben von Stationen.

    Ist diese Lösung nicht zutreffend oder eindeutig, kann der Datensatz auf die Option Offen oder bei einer Insel Geschlossen umgestellt und die nötigen Stationen selektiert werden.

    Anmerkung:
    Beim Anlegen neuer Datensätze wird diese Option als Vorbelegung verwendet.
  • Offen

    Behandelt die Bezugsachse als eine nicht geschlossene Achse (Anfang und Ende der Achse liegen nicht auf dem selben Punkt). Bezugsanfangstation und Bezugsendstation können festgelegt werden.

    Die offene Berechnung sollte nur verwendet werden, wenn nicht die komplette Achse als Spur definiert werden soll.

    Anmerkung:
    Wenn die komplette Achse als Spurgrenze dient, sollte immer Automatisch gewählt werden.

    Ist in beiden Feldern von/bis jeweils die Station 0,000 eingestellt, wird der Teil der Achse berücksichtigt, der aufgelotet werden kann. Änderungen in der Bezugsachse werden im Deckenbuch nachgeführt.

  • Geschlossen

    Behandelt die Bezugsachse als eine geschlossene Achse (z. B. eine Insel). Bezugsanfangstation und Bezugsendstation können festgelegt werden.

Breite

Legt die Messung der Breite fest.

Aufgelotet definiert die Spurbreite als horizontalen Abstand der beiden Spurränder (absolute Breite).

Schräg definiert die Spurbreite direkt auf der Fahrbahnoberfläche. Bei einer vorhandenen Querneigung nimmt die absolute Breite dadurch ab.

Anmerkung:
Die Schräge Breite wird vor allem in der Bahnplanung benötigt, weil dort mit stärkeren Überhöhungen gearbeitet wird als in der Straßenplanung.