Allgemeine Bausteine

Mit Allgemeine Bausteine erhalten Sie Bausteine ohne Bezug zu bestimmten Spuren.

01 Leerdefinition

Dient zum Unterdrücken von Bausteinen.

Der Baustein ermöglicht die Verdrängung anderer Bausteine z. B. an bestimmten Stationen, ohne dass eine Einrechnung erfolgt.

Um den Baustein zu verdrängen, muss der Vorrang erhöht werden (Randbedingungen).

Abbildung 1. Baustein 01 Leerdefinition

02 Oberbodenanpassung

Konstruiert angleichende Fülldreiecke mit Horizont 5 Oberbodenauftrag.

Abbildung 2. Baustein 02 Oberbodenanpassung

03 Oberbodenabtrag

Berechnet einen Oberbodenabtrag mit konstanter Dicke im Bereich des Planums als separate Definition des Oberbodens.

Der Baustein wird immer unter den Baustein der äußersten rechten Spur gesetzt (rechte Böschung) und muss unter einem anderen Baustein angehängt werden.

Abbildung 3. Baustein 03 Oberbodenabtrag

04 Oberbodenabtrag für Sanierung

Spart bei einer bestehenden Fahrbahn den Oberbodenabtrag aus.

Abbildung 4. Baustein 04 Oberbodenabtrag für Sanierung

04A Oberbodenabtrag variabel

Konstruiert den Oberbodenabtrag in vordefinierten Bereichen.

Die Abstände müssen über Achsen angegeben werden.

Für jeden Bereich wird der Baustein gekoppelt. Für jeden Baustein kann eine Polydatei mit variablen Stärken für den Oberbodenabtrag definiert werden. Ist für den Anfang keine Achse gewählt, wird automatisch der äußere Punkt des übergeordneten Bausteins übernommen, sofern dieser den Kopplungspunkt P100 besitzt. Eine Begrenzung an der Planung ist nur möglich, wenn die Planung innerhalb des inneren und äußeren Rands liegt.

Abbildung 5. Baustein 04A Oberbodenabtrag variabel

Der Abstands wird über eine Vermessungslinie weitgehend automatisiert eingegeben.

Grenzen als Achsen

Die Grenzen von Abstandsbereichen, innerhalb denen der Oberboden unterschiedliche Stärken aufweisen, müssen als Achsen vorliegen. In den meisten Fällen liegen hier im Lageplan Vermessungslinien vor. Über diese Linien können Achsen erzeugt werden.

Die variablen Stärkeneingaben erfolgen immer über eine Polydatei. Darin werden unterschiedliche Stärken stationsweise eingegeben.

Sind im Profil in verschiedenen Abständen unterschiedlichen Stärken nötig, muss für jeden Bereich ein eigener Baustein angekoppelt werden. Der Kopplungspunkt P100 übernimmt dann automatisch die innere Grenze. Nur eine Achse für die äußere Begrenzung muss angegeben werden.

Beispiel

Eine alte Straße soll saniert werden. Linienführung und Querneigung (Entwässerung) werden optimiert. Dazu muss die alte Fahrbahn abgefräst werden. Da die neue Straße teilweise in der Lage von der alten Straße abweicht, ergibt sich beim neuen Straßenkörper ein Teil-und ein Vollausbau.

Abbildung 6. Lageplan

Im Bereich der alten Böschung wird der Oberboden abgetragen. Im Bereich des alten Banketts soll 10 cm abgetragen werden. Im Bereich der Böschung 20 cm.

Abbildung 7. Übergangsbereiche im Profil

Oberboden über dem alten Straßenkörper. Die Enden von Bankett und Böschung müssen jeweils als Achsen vorliegen. Der Oberboden beginnt am Fahrbahnrand, der für die Deckenbuchdefinition bereits als Achse vorliegt.

05 Oberbodenabtrag über Horizont

Berechnet den Oberbodenabtrag mit konstanter Dicke im Bereich Planum.

Abbildung 8. Baustein 05 Oberbodenabtrag über Horizont

05A Spezialoberbodenabtrag

Berechnet den Oberbodenabtrag im Bereich des Planums mit konstanter Dicke oder als Dicke aus Horizontreferenz.

Das Ergebnis der Berechnung wird auf Horizont 33 Oberboden - Abtrag gespeichert.

Die Breite kann flexibel festgelegt werden:

  • Abstand rechts und links
  • Mindestbreite aus Polydatei

    Die Abstände der Planumsextremwerte inklusive Zuschlagswerten werden mit den Werten aus der Polydatei verglichen. Der Oberbodenabtrag erfolgt nur außen.

  • Feste Breite aus Polydatei

    Verwendet den Abstandswert aus der Polydatei für die Konstruktion des Oberbodenabtrags.

Abbildung 9. Baustein 05 Spezialoberbodenabtrag

Polydatei

Die Werte in der Polydatei müssen für die rechte Seite positiv und für die linke Seite negativ sein. Feste Breiten können nur für eine Achsseite (+ oder -) definiert sein. Allerdings sollte der Abstand links/rechts nicht vertauscht werden.

Anmerkung:
Fehlende Werte in den Polydateien werden interpoliert!

06 Darstellung Fremdachsabstand

Dient zur Darstellung von Symbolen etc. bei gegebenem Achsabstand.

Abbildung 10. Baustein 06 Darstellung Fremdachsabstand

07 Weitergabe Fremdachse

Dient zur Weitergabe von Achse und zugehöriger Hauptgradiente.

Abbildung 11. Baustein 07 Weitergabe Fremdachse

08 Deckenbuchneigung übertragen in andere Spuren

Erlaubt die seitliche Fortführung der Oberflächenneigung.

Eine Ausgangsspur (Breite und Neigung vorhanden) und eine Zielspur (Breite vorhanden) sowie ein Punkthorizont müssen angegeben werden.

Der Außenpunkt der gewählten Spur wird im eingestellten Punkthorizont abgelegt.

Abbildung 12. Baustein 08 Deckenbuchneigung
Anmerkung:
Tipp zur weiteren Nutzung: Eine Zwangspunktgruppe wird über diesen Punkthorizont erstellt. Diese kann als Datensatz Zwangspunktgruppe beim Höhenbezug im Deckenbuch verwendet werden.

09 Geländeabtreppung

Konstruiert eine Böschungsneigung, die außen einen Geländeschnitt erzeugt.

Dieser Baustein funktioniert im Damm- und Einschnitts. Optional kann eine Böschungsausrundung eingestellt werden.

Die Böschung erkennt automatisch Damm und Einschnitt.

Der Baustein wird z. B. bei der Verbreiterung einer Straße bzw. eines Damms angewendet. Daher führt der Baustein nur im Dammbereich die Geländeabtreppung aus.

Anmerkung:
Eine negative Geländeneigung (trotz Dammfall) wird nicht berücksichtigt.
Abbildung 13. Baustein 09 Geländeabtreppung
Abbildung 14. Funktionsweise des Bausteins
  1. Erdplanum
  2. Geländeabtreppung
  3. Erdauftrag
  • Da die Geländeabtreppung nur im Böschungsbereich notwendig wird, muss der Baustein an die eingebaute Böschung gekoppelt werden. Dabei muss der äußerste Punkt der Böschung als Referenz eingestellt werden.
    Anmerkung:
    Bei AKG Böschungen ist das immer der Punkt 100.
  • Ab dem äußeren Ende der Böschung wird nun das Gelände nach innen bis zur inneren Grenze auf seine Steigung überprüft. Das kann die Begrenzung bei Spureingabe sein. Trotz steiler Geländegrenzneigung wird die Treppe bei Spurbegrenzung beendet.
    Abbildung 15. Innere Spurbegrenzung

    Wird innerhalb des eingestellten Bereichs der Geländeabtreppung das Erdplanum (H35) geschnitten, bricht die Treppe am Erdplanum ab.

Häufig wird noch eine Flächenzusammenstellung benötigt: Erst wird das Erdplanum gebaut, dann die Treppe. Anschließend wird bis zur Böschung inklusiv Treppe der Erdauftrag angebracht, d. h. die Fläche der Treppe ist eine separate Position in der Massenberechnung. Das Auffüllen der Treppe erfolgt mit dem Erdauftrag in der gleichen Abrechnungsposition. Das kann nicht automatisiert im Baustein berechnet werden. Hierfür muss nach der Berechnung noch auf der Registerkarte Querschnitt > Konstruktion > HorizontbildungREB-Verfahren > Flächenvereinigung ausgeführt werden. Damit kann die Fläche Erdauftrag mit der Fläche der Treppe vereinigt werden.

Abbildung 16. Querschnitt nach Flächenvereinigung

Treppe und ursprünglicher Erdauftrag nach Flächenvereinigung als eine Fläche Erdauftrag

10 Brückenkappe

Konstruiert eine Brückenkappe (seitliche Kragplatte) nach den Regelwerken der BASt.

Die Brückenkappe wird in Österreich auch als Randbalken bzw. Gesims, in der Schweiz als Konsolkopf bezeichnet.

Abbildung 17. Baustein 10 Brückenkappe

11 Kopplungspunkt variabel

Erzeugt einen Kopplungspunkt (P2) mit Abstand (Δx, Δy) vom Bausteinpunkt.

Daran kann mit beliebigen Bausteinen gekoppelt werden. Auch der direkte Einbau auf die Spur ist möglich.

Optional kann ein Referenzhorizont (Linien- oder Flächenhorizont) eingestellt werden.

Abbildung 18. Baustein 11 Kopplungspunkt variabel

Beispiel: Muldentiefpunkt ausgeben

Hierzu sind die folgenden Einstellungen der Eingabeparameter nötig:

Abbildung 19. Muldentiefpunkt ausgeben