Kanalbausteine

Mit Kanalbausteine stellen Sie einen Bestandteil der Wasserversorgung oder Wasserentsorgung im Querschnitt dar.

Dabei kann gewählt werden, ob der dargestellte Kanal seine Daten aus der Kanaldatenbank bezieht (und jederzeit aktualisiert wird) oder ob er mit festen Größen in der Querschnittkonstruktion eingegeben wird.

Die Kanalbausteine berücksichtigen die DIN EN 1610 (z. B. Mindestgrabenbreite, Bettung und Schichtdicken).

Überprüfung der Überdeckung

Erlaubt die Kontrolle der Einbautiefe des Kanals.

Über die Oberkante des Kanals und die Sohlhöhen werden an jeder Station Punkthorizonte erzeugt. Wenn ein Linienhorizont existiert, kann eine Mindestdeckung überprüft werden, z. B. zum Gelände oder Deckenbuch (Vorgabewert ist das Deckenbuch).

Ist die Mindestdeckung nicht eingehalten, wird im Protokoll ein Warnhinweis mit der Dicke der vorliegenden Überdeckung ausgegeben.

Abbildung 1. Warnhinweis im Protokoll

Zur Überprüfung können Zwangspunkte aus den Punkthorizonten erzeugt werden. Im Menüband > Prüfungen > Zwangspunktdiagnose zeigt die Überdeckung an jeder Station farblich an. Diese kann mit der Schaltfläche Liste ausgegeben werden.

Abbildung 2. Zwangspunktdiagnose zur Überdeckung

Kanalrohr im Bereich von Schächten

Fallen Querprofilstationen und Schächte zusammen, werden ausschließlich Kanalrohre im definierten Querschnitt dargestellt.

Anmerkung:
Schächte werden nicht dargestellt.

Für die Sohlhöhe wird die direkte Verbindungslinie der tatsächlichen Anbindepunkte der Rohre als Sohlhöhe benutzt.

Der Rohrquerschnitt der Haltung wird jeweils bis zur Schachtmitte beibehalten.

Bei der ersten und letzten Haltung wird der Schachtmittelpunkt des ersten bzw. letzten Schachts genutzt.

Abbildung 3. Rohrdarstellung im Bereich von Schächten
  1. Schachtmitte
  2. Zulaufrohr
  3. Ablaufrohr
  4. Schachtsohle
  5. Verwendung der definierten Querschnitte bis zur Achse für die Darstellung
  6. Querprofilstation
  7. Resultierende Darstellung

01 Kreisprofil zur Darstellung eines Kanals (ohne Kanaldatenbank)

Der Baustein benötigt eine Achse und eine Gradiente, die den Sohlverlauf wiedergibt.

Abbildung 4. Baustein 01 Kreisprofil zur Darstellung eines Kanals (ohne Kanaldatenbank)

02 Kanalgraben nach DIN EN 1610 (ohne/mit Verbau)

Stellt ein Kanalrohr nach der Richtlinie DN EN 1610 Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen dar.

Die Nennweiten und Profilarten werden aus der Kanaldatenbank (VESTRA Kanal) gelesen.

Folgende Profile werden erkannt:

  • Kreisprofil
  • Eiprofil
  • Maulprofil
  • Rechteckprofil

Die Grabenbreite wird nach DIN EN 1610 Tabelle 1+2 überprüft. Optional kann die minimale Grabenbreite durch einen zusätzlichen Arbeitsraum verbreitert werden.

Die verschiedenen Bettungstypen werden über den Eingabewert 1 berücksichtigt; voreingestellt ist immer Typ 1.

Bei einer Sohlhöhe über dem Gelände (negative Grabentiefe) wird eine Fehlermeldung angezeigt.

Abbildung 5. Baustein 02 Kanalgraben nach DIN EN 1610 (ohne/mit Verbau)

Mit Verbau

Prüft auf eine Grabenmindesttiefe, ab welcher der Verbau greifen soll. Der Vorgabewert ist 0,00 m. Damit ist sichergestellt, dass bei bestehenden Projekten mit diesem Kanalbaustein nichts anderes berechnet wird. Erst wenn ein Wert > 0,00 m eingestellt wird, erfolgt die Prüfung auf die Mindesttiefe.

Bezugshorizont

Beim Bezugshorizont wird eine Fallunterscheidung vorgenommen:

  • Ist der eingestellte Bezugshorizont Gelände für den Kanalgraben nicht vorhanden, wird das Gelände für die Schnittbildung extrapoliert.
  • Bei einen anderen eingestellten Bezugshorizont (z. B. Planum) wird automatisch auf den Horizont Gelände gewechselt und mit diesem der Schnitt berechnet.

Der bisherige Baustein 02 Kanalgraben nach DIN EN 1610 steht weiterhin in der Kategorie VESTRA 7K =>Kompatibilitätsbausteine zur Verfügung, damit sich alte Projekte nicht automatisch ändern.

03 Darstellung Kanalrohr

Stellt den Kanal mit Eigenschaften aus der Kanaldatenbank dar.

Der Baustein greift auf die Datei Kanal.mdb des VESTRA-Kanals zu. Rohrbreite, Rohrhöhe/DN und die Rohrwandstärke werden gelesen. Die verschiedenen Höhen usw. werden aus dem Strang entnommen. Zusätzlich erkennt der Baustein die Profilarten (Kreis-, Ei-, Maul-, und Rechteckprofil).

Damit können in einem Querschnitt Straßenbau, Bahnbau und Kanalbau vereint werden (ohne komplett neue Bausteine zu entwickeln). Es ist auch möglich, bei Gleiskörpern an der Unterkante die komplette Entwässerung zu konstruieren.

Abbildung 6. Baustein 03 Darstellung Kanalrohr

04 Versorgungsleitung zur Darstellung (ohne Kanaldatenbank)

Konstruiert ein Rechteckprofil zur Darstellung eines Versorgungsschachts ohne Verbindung zur Kanaldatenbank. Der Sohlverlauf wird durch eine Achse und eine Gradiente definiert.

Die Sohle wird als Punkthorizont ausgegeben.

Die Darstellungsfarbe kann über einen Horizont gesteuert werden. So können verschiedene Versorgungsträger mit verschiedenen Farben versehen werden.

Für erzeugte Zwangspunkte können im 3-geteilten Bildschirm (und im Q-Plot) Punktname und Höhe/Abstand angezeigt werden.

Abbildung 7. Baustein 04 Versorgungsleitung zur Darstellung