Deichquerschnitt
Mit Deichquerschnitt erhalten Sie Querschnittbausteine für die Einpassung ins Gelände.
Der Deich wird als Bausteindefinition erzeugt:
- Deichkrone mit langseitiger Deichseite und Deichverteidigungsweg
- ausgerundete Deichseite auf der Wasserseite
Deichverteidigungsweg
Mit den unterschiedlichen Bausteinen kann gesteuert werden, ob der Weg immer unten verläuft, immer oben bzw. in einem Stationsbereich wechselt. Die Weglage wird als Punkthorizont zur weiteren Bearbeitung (z. B. Zwangspunkte, Listenausgabe usw.) gespeichert.
Fehlermeldungen
Bei der Deichkonstruktion kann aus verschiedenen Gründen eine Fehlermeldung angezeigt werden.
- keine sinnvolle Schnittkonstruktion
Wenn sich aufgrund von Geländegeometrien keine sinnvollen Schnittkonstruktionen ergeben.
Beispiel: Bei bewegtem Gelände, wenn z. B. ein vorhandenen Deich (Vermessungsdaten) erweitert werden soll. Hier können sich Schnittkonstruktionen ergeben, die auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sind. In solchen Fällen wurden die entsprechenden Deichbausteine auf der Landseite mit Weg mit einer graphischen Fehlerroutine erweitert. Auf den Horizonten 20 und 38 werden die Geraden abgebildet, die sich nicht schneiden. Damit kann durch Messen festgestellt werden, welche Parameter verändert für eine korrekte Konstruktion werden müssen.
Abbildung 1. Gelände parallel um den Wert “Höhe Weg über Gelände” verschoben
Fehlermeldung: Sprungmarke Fehlerabbruch erreicht: Kein Geländeschnitt unter der Berücksichtigung des Eingabewerts Höhe Weg über Gelände möglich. Höhe des Weges verringern. Wenn die Horizonte 20 und 38 einen Schnittpunkt liefern, funktioniert der Geländeschnitt.
Es ist nicht ersichtlich, warum es keinen Schnitt gibt. Es sieht so aus, als ob die blaue Linie einen Schnitt ergibt. Sich den Versatz des Wegs vorzustellen ist hier schwierig. An diesen Stellen musste in VESTRA seven das richtige Ergebnis iterativ bestimmt werden.
- Bei bewegtem Gelände kann es durch die Ermittlung der Weglage beim linearen Wechsel vorkommen, dass der Weg über der Deichkrone liegt und dadurch keine sinnvolle Konstruktion entsteht. In diesem Fall wird der Weg auf die Mitte der Deichkrone gelegt.
- Wenn der Weg in den Bereich der Deichkrone kommt, wird das innere Bankett weggelassen. Andernfalls kann
es passieren, dass das innere Bankett die Deichachse überquert. Dort gilt aber der Baustein der Wasserseite.
Abbildung 2. Inneres Bankett weggelassen
01 Deich, Kronenanbindung
Stellt die Hauptachse mit Gradiente als Referenzpunkt bereit und gibt die Kronenreferenzpunkte für die Nachbarspuren frei.
Zudem wird die prinzipielle Lage der Krone auf der Wasserseite festgelegt.
Die Bausteine zur Deichdefinition müssen zusätzlich eingebaut werden.
02 Deich, Landseite, Weg unten
Konstruiert die Landseite des Deichs inklusive Krone. Der Deichverteidigungsweg wird am Deichfuß geführt.
Die Hauptgradiente zur Hauptachse, die den Höhenverlauf der Deichkrone darstellt, muss vorhanden sein.
03 Deich, Landseite, Weg oben
Konstruiert die Landseite des Deichs. Der Deichverteidigungsweg wird auf der Deichkrone geführt.
04 Deich, Landseite, Weglage wechselt
Konstruiert die Landseite des Deichs inklusive Deichkrone. Die Lage des Deichverteidigungswegs wandert im Stationsbereich des Bausteins von Deichkrone zu Deichfuß bzw. umgekehrt.
Der Stationsbereich wird über Randbedingungen festgelegt.
05 Deich, Landseite, Weglage an PLY
Konstruiert die Landseite des Deichs inklusive Deichkrone. Die Lage des Deichverteidigungswegs kann stationsbezogen zwischen Deichkrone und Deichfuß wechseln. Die Steuerung erfolgt mit einer Poly-Datei (*.ply):
- 0…Deichverteidigungsweg liegt in Deichkronenmitte
- 1…Deichverteidigungsweg liegt am Deichfuß
Werte zwischen 0 und 1…Wandern der Lage des Wegs von unten nach oben bzw. von unten nach oben.
Wird keine Polydatei angegeben, wird der Deichverteidigungsweg am Deichfuß platziert.
06 Deich, Wasserseite
Konstruiert die Wasserseite des Deichs.
Die Böschung wird parabolisch ausgerundet.
07 Geländeschnitt mit Ausrundung (Böschungsneigung)
Konstruiert eine Böschungsneigung, die außen einen Geländeschnitt erzeugt.
Die Lage (Damm oder Einschnitt) wird automatisch erkannt.
Kann die eingegebene Ausrundung nicht konstruiert werden, wird die Ausrundung automatisch angepasst.
