Bausteine für Spuren

Mit Bausteine für Spuren erhalten Sie Querschnittbausteine für Deckenbuchspuren. Dort dürfen nur Bausteine für Spuren verwendet werden. Diese übernehmen die Breite aus dem Deckenbuch.

Bezüglich Referenzpunkt und Bausteinpunkt ist i. d. R. für die Spuren Bankett, Böschung und Schichtbausteine nichts zu beachten. Sie werden einfach entsprechend abgesetzt.

Anmerkung:
Bei Wegbausteinen kann die Breite unter Eingabeparameter einstellen direkt eingegeben werden. Diese sind für den Bereich der Böschung erlaubt.

Neigung definiert die Ausbildung des seitlichen Rands der Schichten.

Negative Werte werden nicht akzeptiert.

Verlängerung legt fest, um wie viel Meter die ungebundenen Schichten (Unterbau) auf der entsprechenden Seite verbreitert werden. Die Angabe bezieht sich auf die Oberkante der obersten ungebundenen Schicht.

Dies kann aus konstruktiven Gründen oder zur sicheren Wasserabführung notwendig sein.

Bei der Definition einer Verlängerung kann optional eine separate Neigung für die Oberkante der Verlängerung angegeben werden.

Damit lässt sich waagerecht unter dem Beton eines Steins durchfahren, indem die Schicht an geeigneter Stelle aufgeteilt und die zweite Hälfte waagerecht verlängert wird. Auch gegenläufige Verlängerungsneigungen parallel zur Bankettneigung sind möglich.

Anmerkung:

Wenn die Verlängerung unter Bordsteinen herausschauen soll, muss die Verlängerung entsprechend vorgenommen werden. Die Verlängerung kann auch in Schritten nacheinander durchgeführt werden.

Beim Bankett wird der Punkt P0 erst beim Berechnen erzeugt.

Baustein 01 Bestand abfräsen (2 Schichten)

Konstruiert einen Oberbau mit 2 gebundenen Schichten sowie einer Ausgleichsschicht.

Soll eine Schicht nicht erscheinen, muss als Stärke Null eingetragen werden.

Abbildung 1. 01 Bestand abfräsen (2 Schichten)

02 Einzelschicht

Konstruiert eine Schicht.

Die Neigung der Unterkante kann von einer Nachbarschicht übertragen werden.

Abbildung 2. Baustein 02 Einzelschicht

03 Bestand abfräsen (Einzel-/Ausgleichsschicht)

Konstruiert einen Oberbau mit 2 gebundenen Schichten sowie einer Ausgleichsschicht.

Soll eine Schicht nicht erscheinen, muss als Stärke Null eingetragen werden.

Abbildung 3. Baustein 03 Bestand abfräsen (Einzel-/Ausgleichsschicht)

04 Bankett (RAA)

Konstruiert ein automatisches Bankett, vorbelegt nach deutschen Richtlinien (RAA).

Der Baustein besitzt eine Breite von 1 m im Einschnitt, 1,50 m im Dammbereich.

Die Neigung beträgt 6 % am Hochrand, 12 % am Tiefrand.

Für die Straßenausstattung stehen folgende Bausteinpunkte zur Verfügung:

  • Punkt 98 für Schutzplanke -0,75 m

    Punkt 97 für Leitpfosten 0,50 m

Abbildung 4. Baustein 04 Bankett (RAA)

Wenn am Bankettanfang (P1) kein Deckenbuch existiert, erfolgt eine Sonderbehandlung. Zur Prüfung wird auf die äußere Deckenbuchspur zurückgegriffen.

Zusätzlich erscheint ein Warnhinweis Automatische Prüfung auf Neigung am Hochrand und Tiefrand erfolgt an äußerer Deckenbuchspur (Grund => Am Bankettanfang existiert kein Deckenbuchhorizont).

Abbildung 5. Baustein wird eingebaut

04A Bankett für Wasserschutzgebiete

Konstruiert ein automatisches Bankett in Wasserschutzgebieten.

Der Baustein erfüllt die Anforderung der RiStWag.

Die Bausteinpunkte 98 für Schutzplanke -0,75 m und 97 für Leitpfosten 0,50 m können über Eingabewerte flexibel an Abstände der Schutzeinrichtungen angepasst werden.

Abbildung 6. Baustein 04A Bankett für Wasserschutzgebiete

04B Bankett mit gekoppelter Außenkante (Typ „Achse”, Referenz „Achsnummer”)

Konstruiert ein automatisches Bankett. Die eingestellten Werte entsprechen den deutschen Richtlinien.

Der Außenrand wird mit P0 an eine Referenz gekoppelt, z. B. Bausteinpunkte oder Achsen (hier wird nur der Abstand berücksichtigt). Das Bankett kann auch eine Spur mit variabler Breite angehängt werden. Die Neigung wird über Hoch-/Tiefrand geprüft (6 % bei Hochrand, 12 % bei Tiefrand).

Als Referenz wird für den Typ Achse und den Bausteinpunkt P0 (Bankett außen) die gewünschte Achsnummer eingestellt.

Der Bausteinpunkt P98 dient für eine Schutzplanke 0,75 m, der Bausteinpunkt P97 für einen Leitpfosten 0,50 m.

Abbildung 7. 04B Bankett mit gekoppelter Außenkante

Einbauvariante 1: Über eine Deckenbuchspur

Wird dieser Bankettbaustein direkt auf eine Deckenbuchspur gesetzt (Bankettspur muss im Deckenbuch über variable Breiten definiert sein), koppelt sich das Bankett automatisch an P0 der Spur außen.

Einbauvariante 2: Über eine Fremdachse

Soll das Bankett über den Abstand der Fremdachse gesteuert werden, wird ein zusätzlicher Kopplungspunkt P0 mit Typ Achse benötigt. Siehe folgenden Hinweis zur Einstellung.

Abbildung 8. Kopplung P0 mit Typ Achse

05 Bankettverlängerung bis Geländeschnitt

Verbreitert das Bankett bis zum Schnittpunkt mit dem Geländehorizont.

Über den Hilfspunkt 2 wird die benachbarte Neigung über die Planungslinie im Abstand von 1 cm nach innen für die Verlängerung berechnet.

Abbildung 9. Baustein 05 Bankettverlängerung bis Geländeschnitt

06 Abgesenkter Mittelstreifen

Konstruiert einen tiefer liegenden Mittelstreifen aus bis zu zwei Schichten.

Abbildung 10. Baustein 06 Abgesenkter Mittelstreifen

06a Mittelstreifen mit Schutzeinrichtungen

Konstruiert eine Betonschutzwand TSS Saftybaer mit Mittelkonstruktion für Autobahnquerschnitte.

Der Baustein wird über P1 und P0 gekoppelt.

Abbildung 11. Baustein 06a Mittelstreifen mit Schutzeinrichtungen

Die Verbindung kann als Mulde oder gerade Linie definiert werden.

Beispiele

  • Mittelauffüllung
    Abbildung 12. Mittelauffüllung nicht gesetzt und gesetzt mit Verbindung ausrunden
  • Auf Spuren gekoppelt
    Abbildung 13. Auf Spuren gekoppelt
  • Auf Fahrbahnbausteine gekoppelt
    Abbildung 14. Auf Fahrbahnbausteine gekoppelt

07 Oberbodenauftrag

Konstruiert einen Oberbau im Grünstreifen aus bis zu 2 Schichten.

Abbildung 15. Baustein 07 Oberbodenauftrag

08 Tunnel Maulprofil

Konstruiert ein Tunnel-Maulprofil.

Die Vorgabewerte sind auf eine Straßenbreite von 9,5 m abgestimmt, 4 Deckenbuchspuren pro Tunnelquerschnitt.

Zum Vergrößern des Tunnelquerschnitts die Fahrbahnbreite einstellen und die abhängigen Parameter im Verhältnis anpassen.

Abbildung 16. Baustein 08 Tunnel Maulprofil

09 Brücke mit zwei Balken und Kappen

Konstruiert einen Brückenquerschnitt.

Die Schutzplanke wird immer über eine Eingabe bezogen auf die Bordsteinkante erzeugt.

Die Kappe wird über die Neigung von der Bordkante aus konstruiert, nicht wie bisher von außen nach innen.

Die Kappenhöhe ergibt sich über Neigung und Abstand.

Anmerkung:
Das Bord kann nicht nach oben gedreht werden.
Abbildung 17. Baustein 09 Brücke mit zwei Balken und Kappen

10 Brücke mit einem Balken und Kappen

Konstruiert einen Brückenquerschnitt.

Die Schutzplanke wird immer über eine Eingabe bezogen auf die Bordsteinkante erzeugt.

Die Kappe wird über die Neigung von der Bordkante aus konstruiert, nicht wie bisher von außen nach innen.

Die Kappenhöhe ergibt sich über Neigung und Abstand.

Anmerkung:
Das Bord kann nicht nach oben gedreht werden.
Abbildung 18. Baustein 10 Brücke mit einem Balken und Kappen

11 SCHICHT 1 gebundene Schicht

Konstruiert einen Oberbau aus bis zu drei Schichten, eine davon mit Bindemittel.

Abbildung 19. Baustein 11 SCHICHT 1 gebundene Schicht

12 SCHICHT 2 gebundene Schichten

Konstruiert einen Oberbau aus bis zu vier Schichten, zwei davon mit Bindemittel.

Abbildung 20. Baustein 12 SCHICHT 2 gebundene Schichten

13 SCHICHT 3 gebundene Schichten

Konstruiert einen Oberbau aus bis zu fünf Schichten, drei davon mit Bindemittel.

Abbildung 21. Baustein 13 SCHICHT 3 gebundene Schichten

14 SCHICHT 4 gebundene Schichten

Konstruiert einen Oberbau aus bis zu sechs Schichten, vier davon mit Bindemittel.

Abbildung 22. Baustein 14 SCHICHT 4 gebundene Schichten

15 Mulde für Deckenbuchspuren

Abbildung 23. Baustein 15 Mulde für Deckenbuchspuren

16 SCHICHT 5 (jeweils einzeln einstellbar)

Konstruiert einen Oberbau mit 4 gebundenen Schichten, dazu maximal 2 ungebundene Schichten.

Anmerkung:
Wenn eine Schicht nicht erscheinen soll, muss als Dicke Null eingetragen werden.
Abbildung 24. Baustein 16 SCHICHT 5 (jeweils einzeln einstellbar)

Für Verlängerung und Neigung können negative Werte eingegeben werden. So sind Abtreppungen und andere Sonderkonstruktionen z. B. für Sanierungen möglich.

Abbildung 25. Negative Werte

16A Bestandsschichten (jeweils einzeln einstellbar)

Stellt eine bereits bestehende Fahrbahn (Oberbau mit 4 gebundenen und maximal 2 ungebundenen Schichten) dar.

Anmerkung:
Wenn eine Schicht nicht erscheinen soll, muss als Dicke Null eingetragen werden.

Die Flächen sind nur zur Darstellung und von der Vereinigung ausgeschlossen.

Fahrbahnflächen werden bei der Berechnung nicht vereinigt, d. h. auch wenn eine Überlappung der Flächen der bestehenden Straße und der Neuplanung existiert, werden die Bestandsflächen nicht von der Neuplanung verdrängt.

Für die linke/rechte Begrenzung muss jeweils eine Achse mit Hauptgradiente vorhanden sein. Sowohl die Achse als auch die Gradiente muss den Verlauf der bestehenden Fahrbahnränder abbilden. P401 ist der linke Rand, P400 ist der rechte Rand.

Wenn die Deckenbuchspur keine Breite weiter gibt, wird der Baustein übersprungen (P1 = P0).

Abbildung 26. Baustein 16A Bestandsschichten (jeweils einzeln einstellbar)

Der Bestand wird im Erdaushub und Erdauftrag berücksichtigt.

Linker und rechter Rand werden auf einen Linienhorizont ausgegeben. Diese Horizontdaten können in der Horizontbildung genutzt werden, wenn separate Abrechnungsflächen erzeugt werden müssen (verschiedene Materialen usw.). Somit stehen die Flächen (Massen) der Bestandsfahrbahn und das Auffüllen über den gewohnten Horizont 36 Erdauftrag zur Verfügung.

Das Gelände wird nur so lange den Erdauftrag berücksichtigen, bis nicht an anderen Programmfunktionen das Gelände neu berechnet wird (z. B. Geländeprofile über DGM). Falls Geländeprofile neu berechnet werden müssen, ist es nötig, auch die Profile in der Querschnittkonstruktion neu zu rechnen, damit das Gelände an die bestehende Fahrbahn wieder angepasst wird!

Beispiele

  • Bestehende Fahrbahn außerhalb der neuen Fahrbahn

    Wird die bestehende Straße entfernt, kann optional die vorhandene Geländelinie an die Unterkante der bestehenden Fahrbahn angepasst werden. So wird bei der Berechnung des Querschnitts auch der Erdauftrag automatisch mitberücksichtigt.

    Abbildung 27. Bestehende Fahrbahn außerhalb der neuen Fahrbahn
  • Kombination des Bausteins mit dem Baustein “Bestand abfräsen”

    Bei der Anpassung ans Gelände darf beim Baustein Bestand abfräsen der Eingabewert Bestandslinie nicht auf dem Gelände (Geländehorizont 1) stehen, sondern auf einem freien Linienhorizont mit den kopierten Geländedaten. Sonst wird in der Fahrbahn bis an das angepasste Gelände abgefräst. Der Geländehorizont kann im Horizontmanager auf einen freien Linienhorizont kopiert werden.

    Anmerkung:
    Ändert sich das Gelände im Verlauf des Planungsprozesses, muss die Kopie natürlich nachgezogen werden.
    Abbildung 28. Kombination von Hocheinbau und Tiefeinbau
  • Erdauftrag mit Bestandsschichten
    Abbildung 29. Beispiel Erdauftrag mit Bestandsschichten

20 Kopplungseinzelschicht mit Übernahme Planumsneigung (innere Spur)

Kann unter Bordsteine gekoppelt werden und stellt sicher, dass die Berechnung des Planumsknicks korrekt erfolgt.

Ist eine Einzelschicht an den Bordstein gekoppelt, kann das zu einem unsichtbaren Knick an der Fahrbahn führen. Dadurch kann der wandernde Knick nicht bis außen verlängert werden. Ändern der Einstellungen beseitigt den unsichtbaren Knick nicht.

Abbildung 30. Wirkungsweise des Bausteins

Da die Bordsteinkonstruktion mit Fahrbahnverlängerung eine häufig benötigte Konstruktion ist, wurde speziell für diesen Einzelfall ein Baustein erstellt. Dieser übernimmt die Planumsneigung der inneren Spur und auch die fehlende Höhe zur Unterkante der Fahrbahn. Somit ist die Konstruktion sehr einfach durchzuführen. Das Zusammenspiel mit anderen Planumsbausteinen funktioniert somit ebenfalls.

Abbildung 31. Baustein 20 Kopplungseinzelschicht mit Übernahme Planumsneigung (innere Spur)

21 Mulde für Spuren (2 Zwangspunkte)

Der Baustein konstruiert eine Mulde zwischen 2 vorgegebenen Referenzpunkten.

An der Innenseite und Außenseite werden Bausteinpunkte für weitere Böschungsbausteine freigegeben.

Die Muldenbreite ergibt sich über die beiden Zwangspunkte P0 und P1.

Die Muldenkonstruktion erfolgt über eine Kreiskonstruktion über drei Punkte. Der dritte Punkt ergibt sich in der Mitte mit Vorgabe der Tiefe über einen Eingabewert.

Diese Referenz können Spuren des Deckenbuchs sein, in welche die Mulde eingepasst wird (Fall Grünstreifen).

Als Referenz können auch zwei beliebige Bausteinpunkte gewählt werden, um z. B. in der Böschung eine variable Mulde zu setzen, wenn die Hinterkante durch Zwänge vorgegeben ist.

Abbildung 32. Baustein 21 Mulde für Spuren (2 Zwangspunkte)