Böschung Damm/Einschnitt

Mit Böschung Damm/Einschnitt erhalten Sie Querschnittbausteine für die Einpassung des Straßenkörpers ins Gelände.

Stellt Bausteine für die Einpassung ins Gelände bereit.

VESTRA-Böschungen rechnen nicht im jeden Detail wie die 6H-Bausteine. Die 6H-Bausteine konstruieren ein Mix aus Eigenkreation und Richtlinie (je nach Änderung/Kombination der Eingabewerte).

Anmerkung:
Diese Konstruktionen können mit den Bausteinen der Kategorien Einzelsegmente zum Koppeln nachgebildet werden.

Bankett

Beim Bankett wird der Punkt P0 erst beim Berechnen erzeugt.

Dadurch werden z. B. Leitpfosten erst danach gesetzt.

Änderungen durch das Inkrafttreten der RAL (zur RAS-Q)

Allgemeine Böschungsmaße fallen bei der RAL-Böschung weg. Eine Böschungsbreite von b = 2*n (in Abhängigkeit der Neigung) gibt es nicht mehr.

Vorhandene Projekte verwenden immer den Baustein der RAS-Q. Für neue Projekte steht der Baustein nach RAL zur Verfügung. Er besitzt eine eigene Bausteinnummer.

01 RAS-Q Böschung, Mulde bei Einschnitt (richtlinienkonform)

Konstruiert eine Böschung nach deutschen Richtlinien (RAS-Q). Optional kann eine parabolische Ausrundung eingestellt werden.

Bei bewegtem Gelände (größere Höhenunterschiede), kann es zu Berechnungsabbrüchen kommen, sobald die Geometrie nicht eingehalten werden kann!

In diesen Fällen kann der alternativ Baustein 02 AKG Böschung Mulde b. Einschnitt (Sonderfälle, Grundlage RAS-Q) verwendet werden.

Der Muldenendpunkt wird über Punkt 99 als Bausteinpunkt bekannt gegeben.

VORSICHT:
Vorsicht kompliziert! Vor Änderungen unbedingt Kopie anlegen!
Abbildung 1. Baustein 01 Richtlinienkonforme Böschung, Mulde bei Einschnitt

01A RAL Böschung Mulde bei Einschnitt (richtlinienkonform)

Konstruiert eine Böschung nach RAL.

Bei bewegtem Gelände (größere Höhenunterschiede), kann es zu Berechnungsabbrüchen kommen, sobald die Geometrie nicht eingehalten werden kann!

In diesen Fällen kann der alternativ Baustein 02 AKG Böschung Mulde b. Einschnitt (Sonderfälle, Grundlage RAS-Q) verwendet werden.

Der Muldenendpunkt wird über Punkt 99 als Bausteinpunkt bekannt gegeben.

VORSICHT:
Vorsicht kompliziert! Vor Änderungen unbedingt Kopie anlegen!
Abbildung 2. Baustein 01 RAL Böschung Mulde bei Einschnitt (richtlinienkonform)

Alternativen

Wenn der Baustein 01A RAL Böschung nicht eingerechnet werden kann, kann folgendes Vorgehen zum Erfolg führen:

  • Baustein 02A AKG Böschung verwenden

    Individuelle Lösung mit Stationsbereichen suchen, z. B. mit Baustein 06 Böschung, konstante Breite oder Einzelsegmente zum Koppeln > 01 Mulde mit Bausteinpunkt innen/außen und Baustein 06 Böschung, konstante Breite mit Vorrang oder als Alternative.

02 AKG Böschung Mulde b. Einschnitt (Sonderfälle, Grundlage RAS-Q)

Konstruiert eine Böschung in Anlehnung an die RAS-Q.

Optional kann eine parabolische Ausrundung eingestellt werden.

Sonderfälle sind:

  • Dammlage…Angleichung ans Gelände ohne Einhaltung der Richtlinie
  • Einschnitt…Angleichung ans Gelände ohne Mulde
  • Hängende Mulde…Wenn der Platz ausreicht, wird eine parabolische Mulde mit Geländeschnitt konstruiert.

Der Muldenendpunkt wird über Punkt 99 als Bausteinpunkt bekannt gegeben.

VORSICHT:
Vorsicht kompliziert! Vor Änderungen unbedingt Kopie anlegen!
Abbildung 3. Baustein 02 AKG Böschung Mulde bei Einschnitt (Sonderfälle, Grundlage RAS-Q)

02A AKG Böschung Mulde b. Einschnitt (Sonderfälle, Grundlage RAL)

Konstruiert eine Böschung in Anlehnung an die RAL.

Optional kann eine parabolische Ausrundung eingestellt werden.

Sonderfälle sind:

  • Dammlage…Angleichung ans Gelände ohne Einhaltung der Richtlinie
  • Einschnitt…Angleichung ans Gelände ohne Mulde
  • Hängende Mulde…Wenn der Platz ausreicht, wird eine parabolische Mulde mit Geländeschnitt konstruiert.

Der Muldenendpunkt wird über Punkt 99 als Bausteinpunkt bekannt gegeben.

VORSICHT:
Vorsicht kompliziert! Vor Änderungen unbedingt Kopie anlegen!
Abbildung 4. Baustein 02A AKG Böschung Mulde bei Einschnitt (Sonderfälle, Grundlage RAL)

04 Einschnitt mit Bermen

Konstruiert eine Böschung mit 0 bis 3 Berme(n). Wenn die obere Berme das Gelände schneidet, wird eine Berme weniger erzeugt.

Ab einer Muldentiefe > 45 cm werden Grabenkonstruktionen mit vordefinierten Geometrien erzeugt.

Abbildung 5. Baustein 04 Einschnitt mit Bermen

05A Gabione, Mulde im Einschnitt

Konstruiert eine Gabionenwand in Damm und Einschnitt.

Abbildung 6. Baustein 05A Gabione, Mulde im Einschnitt

05B Gabione

Konstruiert eine Gabionenwand. Import Kunstkörper wird nur über Attribute gesteuert (Stützmauer und Knick entsprechend der Höhe der einzelnen Gabionenelemente).

Die Anzahl der Gabionen wird in Abhängigkeit der Geländehöhe bestimmt.

Abbildung 7. Baustein 05B Gabione

05C Einzelgabione zum Koppeln

Konstruiert eine Einzelgabione, die immer wieder gekoppelt werden kann. Damit kann eine Gabionenwand mit vorgegebener Anzahl der Gabionenelemente erstellt werden. Die Gabionenwand kann aufsteigend gebaut werden. Damit wird bestimmt, ob die Gabionenwand im Einschnitt bzw. Damm liegt.

Für einen fehlerfreien Import Kunstkörper muss angegeben werden, welche das oberste Gabionenelement ist. Die Planungslinie wird entsprechend erzeugt.

Abbildung 8. Baustein 05C Einzelgabione zum Koppeln

06 Böschung, konstante Breite

Konstruiert eine Böschung mit konstanter Böschungsbreite im Damm/Einschnitt.

Abbildung 9. Baustein 06 Böschung, konstante Breite

07 Graben mit Mindesttiefe

Konstruiert einen eckigen Graben mit mindestens der eingestellten Höhendifferenz zwischen Grabensohle und Grabenanfang.

Abbildung 10. Baustein 07 Graben mit Mindesttiefe

07A Graben mit Mindesttiefe an Gradiente

Konstruiert einen eckigen Graben mit mindestens der eingestellten Höhendifferenz zwischen Grabensohle und Grabenanfang. Die geodätische Höhe der Grabensohle wird durch eine Gradiente festgelegt.

Daraus resultierende Unterschreitungen der Mindesttiefe des Grabens werden mit einem Warnhinweis protokolliert. Wenn der Graben aufgrund einer zu hoch liegenden Gradiente über dem Gelände sitzt, wird mit einem Fehler abgebrochen (mit entsprechendem Hinweis). Optional kann auch der Graben über dem Gelände konstruiert werden.

So kann bei der Planung das Gelände an den Graben modelliert werden.

Abbildung 11. Baustein 07A Graben mit Mindesttiefe an Gradiente

08 RE Böschung, Mulde bei Damm+Einschnitt

Konstruiert eine Böschung nach RAA/RAL, im Dammfall nach RE mit Mulde.

Anmerkung:
Nur im Dammfall > 2 m wird eine RE-Böschung mit Ausrundung und Mulde erzeugt.

Bei bewegtem Gelände (größere Höhenunterschiede), kann es zu Berechnungsabbrüchen kommen, sobald die Geometrie nicht eingehalten werden kann! Der Muldenendpunkt wird über Punkt 99 als Bausteinpunkt bekannt gegeben.

VORSICHT:
Vorsicht kompliziert! Vor Änderungen unbedingt Kopie anlegen!
Abbildung 12. Baustein 08 RE Böschung, Mulde bei Damm+Einschnitt

09 Lärmschutzwall mit Wand (optional an Gradiente)

Konstruiert einen Wall von 2 m Höhe mit Wand auf der Wallkrone.

Höhe von Wall und Wand können von einer Gradiente der Achse übernommen werden.

Der Wall und die Wand werden mit festen Vorgabewerten in der Höhe erzeugt und sofort als Konstruktion dargestellt. Beide Höhen können für eine flexible Gestaltung bequem auf Gradiente umgestellt werden.

Tipp zum sinnvollen Vorgehen:

  • Mulde oder Graben als Einzelsegment einbauen
  • Danach Lärmschutz ankoppeln und ggf. auf Gradiente umstellen
Abbildung 13. Baustein 09 Lärmschutzwall mit Wand (optional an Gradiente)

10 Mulde im Damm/Einschnitt

Wird anders als beim RE-Baustein immer mit ganzer Breite eingerechnet. Zusätzlich kann eine Mindesthöhe angegeben werden, die eine feste Böschungsbreite erzwingt.

Abbildung 14. Baustein 10 Mulde im Damm/Einschnitt

Wenn möglich wird immer eine Ausrundung eingerechnet (Damm/Einschnitt). In beiden Fällen wird eine Mulde konstruiert. Zudem wird die Mindesthöhe nach RAL (< 2 m und > 2 m) überprüft.

Fast alle Geländeschnitte können berechnet werden (wegen Mulde und Ausrundung wird vom Geländeschnitt "rückwärts" berechnet).

Auch in Sonderfällen (bei Abweichungen von der Richtlinie) wird keine Fehlermeldung erzeugt, sondern sinnvolle Lösungen konstruiert.

Anmerkung:
Die Abweichung wird als Warnhinweis im Protokoll aufgelistet.

11 Damm, Entwässerung in Gelände

Konstruiert im Dammbereich eine Böschung mit definierbarer Ausrundung.

Tangentenlänge bei Neigung legt bei Dammhöhen größer der Mindesthöhe die Größe (und Länge) der Ausrundung fest.

Maximale Tangentenlänge für < Minhöhe legt bei Dammhöhen kleiner der Mindesthöhe die Größe (und Länge) der Ausrundung fest.

Anmerkung:
Im Einschnitt wird keine Böschung ausgebildet.
Abbildung 15. Baustein 11 Damm, Entwässerung in Gelände

12 Aufschlitzen Gelände

Erlaubt das Abtragen von Kuppen.

Geländeschnitt legt fest, ob der zweite oder dritte Geländeschnittpunkt als Endpunkt verwendet wird.

Die Schnittpunkte mit der Kuppe müssen innerhalb des Bausteins liegen. Der Referenzpunkt an der Böschung muss daher außerhalb des Geländes liegen.

Eine Hilfslinie (Horizont 38) zeigt den Verlauf des Schlitzes an. So kann der Geländeschnitt mit grafischer Hilfe festgelegt werden.

Abbildung 16. Prinzip Aufschlitzen
  1. Mulde mit 3 m Breite
  2. Innerer Schnittpunkt mit dem Gelände liegt im Bereich des Bausteins Mulde -> der Baustein Aufschlitzen findet die falschen Schnittpunkte
  3. Mulde mit 1 m Breite
  4. Innerer Schnittpunkt mit dem Gelände liegt im Bereich des Bausteins Aufschlitzen -> der Baustein wird wie gewünscht eingerechnet
Abbildung 17. Baustein 12 Aufschlitzen Gelände